Der Schrei der Eule
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Inhalt
Nach seiner gescheiterten Ehe zieht der depressive Robert Forrester aufs Land außerhalb von New York, um dort Ruhe zu finden. Doch seit dem er einmal die hübsche Jenny gesehen hat, zieht ihn seine voyeuristische Neigung immer wieder zu ihr, wo er von ihr ertappt wird. Doch anstatt die Polizei zu rufen bittet sie ihn hinein. Fortan wird Robert von ihr belagert, sie trennt sich von ihrem Freund Greg und bedrängt ihn zu einer Beziehung. Eigentlich will Robert nur seine Ruhe, doch er ist bereits in ein Netz von Intrigen verwickelt. Die Polizei will ihm den Mord an Jennys Ex-Freund angehangen. Die Leiche wurde zwar nicht gefunden, doch er wird unbefristet beurlaubt und sein bester Freund wendet sich von ihm ab. Dann wird er selbst zur Zielscheibe, sein Leben wird zum Alptraum, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Kommentar
Der gleichnamige Roman von Patricia Highsmith liefert die Vorlage für diesen Thriller, der einen Blick in die düsteren Seiten der menschlichen Seele zeigt. Irgendwie jeder hier ist ein Fall für den Psychiater. Paddy Considine (Blutrache - Dead Man's Shoes) überzeugt als depressiver Storker, dem sein Leben entgleitet und zum Alptraum wird. Doch wie sich rausstellt ist er noch mit der Harmloseste hier, denn die Person seiner voyeuristischen Begierte, welches mit Julia Stiles (10 Dinge, die ich an Dir hasse) hochkarätig besetzt ist, dreht den Spieß kräftig um, bedrängt ihn und verwickelt ihn dadurch in ein Geflecht voller Intrigen und ihr eifersüchtige Ex-Freund sinnt auf blutige Rache. Aber keine Angst, da kommt noch mehr, welches ich hier nicht verraten will. Der Film wird zunehmend spannender und wartet mit einigen Wendungen auf.Fazit: Der Film lebt von seiner spannenden und depressiven Atmosphäre und bietet eine nicht alltägliche Kost, auf jeden Fall sehenswert.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Ascot Elite Home Entertainment mit FSK-Logo freiem Wendecover auf DVD und Blu-ray erschienen.
Filmbewertung
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| Aeon, 01.01.12 |
| Als ich las das der Film nach einer Geschichte von Patricia Highsmith ist wurde ich gleich aufmerksam, denn die Geschichten von Highsmith faszinieren mich. "Der Schrei der Eule" habe ich zwar nicht gelesen, die Geschichte und die Figuren sind aber typisch für Highsmith, in Ihren Romanen geht es immer um Menschen die eine mehr oder minder schwere psychische Störung haben und die oft auf unglückliche Weise und letzendlich doch selbstverschuldet total den Bach runter gehen, oder andere ins Verderben stürzen. Dabei wird der geneigte Leser stets von einer Beklemmung und einer Spannung ergriffen, die für Highsmith einzigartig und typisch ist. Das ist wohl nicht einfach auf die Leinwand zu übertragen und ist auch in diesem Film nicht hundert prozentig gelungen. Alleine Julia Stiles, die die Figur der depressiven und an einem fatalistischen Wahn leidenden "Jenny Thierolf" spielt, ist so gut das sie den Film spannend macht. Immer wenn sie zu sehen war, habe ich das Geschehen gespannt verfolgt. Der Protagonist "Robert Forrester", gespielt von Paddy Considine, ist zwar auch gut, jedoch fand ich ihn als ewigen Pechvogel unfreiwillig komisch. Man erfährt er hatte einen Nervenzusammebruch und litt auch an einer Depression und er wirkt auch sehr ausgelaugt, dennoch fand ich ihn in seiner lakonischen Art irgendwie stark und sehr gereift, nicht schwach und ohnmächtig. Nun ja der Film ist gut aber es mangelt irgendwie an der Highsmith-Spannung die Julia Stiles nicht alleine wuppen kann. Insgesamt ist der Film sehr schwermütig man wünscht eigentlich nur jeder verzweifelten Figur Erlösung. Bei Patricia Highsmith dagegen siegt der "Voyeurismus", die Freude am Schrecken, am Abgrund der Seele, bei diesem Film aber ist insbesondere der Protagonist doch zu sympathisch, so das man stets auf seiner Seite ist, obwohl er am Anfang selbst sozusagen stalkt, sind es danach die anderen Figuren die den grösseren Hau zu haben scheinen. So das ist mein Senf zu diesem guten Thriller und ich schwanke zwischen 3 und 4 suizid gefährdeten Schädeln. Da ich geizig bin mit meinen Schädeln und es so viele bessere Thriller gibt, geb ich mal 3. So..fröhliches schwermüteln denn. |
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