Das Haus der Dämonen

Originaltitel: The Haunting in Connecticut
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2008
Regie: Peter Cornwell
 

Darsteller

Figur

Virginia Madsen  Sara Campbell
Kyle Gallner  Matt Campbell
Elias Koteas  Reverend Popescu
Amanda Crew  Wendy
Martin Donovan  Peter Campbell
Sophi Knight  Mary Campbell
Ty Wood  Billy Campbell
Erik J. Berg  Jonah
John Bluethner  Ramsey Aickman
D.W. Brown  Dr. Brooks
  
Genre: Okkult, Grusel
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 Deutsches Filmplakat

Inhalt

Matt Campbell ist an Krebs erkrankt. Er zieht mit seiner Familie nach Connecticut in ein altes Haus, um für die kommenden Behandlungen näher an der Fachklinik zu sein. Doch kaum eingezogen wird Matt von düsteren und grauenvollen Visionen heimgesucht. Das Haus birgt ein finsteres Geheimnis, welches er nach und nach lüftet. Einst war dies ein Bestattungsinstitut, wo auch teuflische Rituale abgehalten wurden. Zunächst glaubt er an Halluzinationen, die immer heftiger werden, doch dann erleben auch die anderen Familienmitglieder, dass es im Haus spukt. Reverend Popescu, der Matt seine Hilfe angeboten hat, versucht zu helfen, doch gerade als er glaubt, dem dämonischen Treiben ein Ende bereitet zu haben, bemerkt er seinen fatalen Fehler und ...

Kommentar

Deutsches FilmplakatRegisseur Peter Cornwell (Station 13), der mit diesem Film sein ersten Spielfilm abliefert, drehte diesen Okkult-Grusel-Thriller nach einer wahren Begebenheit. In den 80er Jahren zog die Familie Snedeker in ein altes Haus nach Connecticut, was in den 20er Jahren als Beerdigungsinstitut diente, eine Einbalsamierungskammer und einen kleinen Friedhof im Garten hatte. Hier kam es dann angeblich zu paranormalen Aktivitäten. Der Film hält sich jedoch nicht an die exakten Ereignisse, er wurde zu Gunsten einer fesselnden Story, die auch heute noch überzeugt, deutlich ausgeschmückt.

Der Film spielt in einem alten, viktorianischen Haus. Diese atmosphärische Kulisse erinnert schon fast an klassische Horrorfilme. Hier wird konstant Spannung aufgebaut und bis zum Exzess gesteigert, wo besonders Kyle Gallners (Sublime) grandioses Schauspiel beiträgt. Unterstützt wird dies von seinen alptraumhaften Visionen über die Geheimnisse und Vorkommnisse, die sich einst im Haus zugetragen haben. Diese nehmen zunehmend an Intensität zu und bieten dem Zuschauer einige Schreckmomente. Hier wird jedoch nicht auf Gewalt gesetzt, sondern auf eine gruselige Atmosphäre. Die Effekte sind allesamt auf hohem Niveau. Besonders gelungen fand ich auch die Filmmusik, die die Atmosphäre und Effekte umschmeichelt.

Fazit: Wer Filme wie Poltergeist und "Der Exorzist" mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

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Veröffentlichungen

Deutscher Kinostart ist der 2. Juli 2009.

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Weitere Kommentare zum Film

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Wollo, 29.07.09
Die berühmte Tagline um die "wahre Begebenheit" ziert ja inzwischen so manch ein Horrorfilmplakat. Damit lässt sich vortrefflich Geld verdienen, und tatsächlich hat es sich auch in diesem Fall ausgezahlt, eine relativ geschickt angelegte virale Marketingkampagne rund um den Film und seinen "realen Hintergrund" zu inszenieren, denn dieser eigentlich relativ konventionelle Spukhausfilm nach Baukastenprinzip hat zum Beispiel allein in den USA in der Kinoauswertung die für einen Horrorfilm der B-Kategorie mehr als ordentliche Summe von beinahe 60 Millionen $ einspielen können. Hut ab davor immerhin! Dabei hätte der Film sich eigenlich gar nicht unbedingt solcher Tricks bedienen müssen, denn an und für sich handelt es sich hierbei um einen durchaus sorgfältig inszenierten Gruselfilm mit ordentlichen Effekten und zumindest in den ersten beiden Dritteln klug gesetzten Schockmomenten. Je weiter der Film aber seinem Schlusstwist entgegeneht, desto vorhersehbarer wird die Handlung und weniger nachvollziehbar das Gebaren der Figuren, besonders da es sich ja um "Tatsachen" handeln soll. Kann man es sich wirklich vorstellen, dass normale Menschen Nacht für Nacht in diesem Horrorhaus bleiben und schlafen, obschon sie doch seine Geschichte und die Hintergründe längst enträtselt haben? Bis dahin aber funktioniert der Film wirklich gut. Anfangs hat der Zuschauer keine Ahnung, ob die unheimlichen Begebenheiten, die fast ausschließlich den jungen, krebskranken Matt betreffen, nur dessen Fantasie entspringt, geschuldet seiner unkonventionellen, aber aussichtsreich erscheinenden Therapie, oder ob mehr dahinter steckt und der junge Mann, der bereits an der Schwelle des Todes steht, eine besondere Beziehung hat zu dem Stoff, aus dem die Gespenster sind. Dies wird vor allem schauspielerisch hervorragend dargebracht. Kyle Gallner, hierzulande hauptsächlich bekannt aus der Serie "Veronica Mars", weiß seinen schwierigen Part zu meistern und empfiehlt sich für höhere Aufgaben. Die verdiente Virginia Madsen, die ich schauspielerisch für ähnlich begnadet halte wie ihren Bruder Michael, die aber leider allzu oft auch schon eine ähnlich unglückliche Rollenpolitik verfolgte wie dieser, weiß hier echte Highlights zu setzen als toughes und zugleich verängstigtes Muttertier. Gern würde ich ihr den späten Aufstieg in die Major League der großen Diven a la Merryl Streep gönnen, denn sie hat das Zeug dazu. Der hervorragende Independentmime Martin Donovan, der hier den Vater der Campbell-Familie zum Besten gibt, veredelt ohnehin jeden Film durch seine Beteiligung, hat hier aber leider viel zu wenig Szenen um sein Können unter Beweis zu stellen. Die vielleicht größte Sensation des Films war in meinen Augen die echt tolle kanadische Schauspielerin Amanda Crew, die Kyles Cousine (vermutlich, so genau weiß ich es inzwischen nicht mehr, denn es ist inzwischen auch schon wieder ein paar Tage her, dass ich den Film gesehen habe), die mir zuvor gänzlich unbekannt war, aber in jeder Szene wirklich völlig begeisterte. Wenn sie nichts falsch macht, sehe ich da eine ganz große Karriere winken. Bleibt Elias Koteas, den ich beinahe nicht wieder erkannt habe, und der entweder ein ähnlich genialer Method Actor ist wie Robert de Niro, an den er in diesem Film nicht nur optisch erinnerte, oder um den man sich aufgrund seiner Darstellung des krebskranken, abgemergelten Rverends ernsthaft Sorgen machen muss. Leider musste der gute Mann aber auch die undankbarste Rolle im gesamten Film wahrnehmen, denn der heldenhafte Priester mit gewaltigem Problem ist spätestens seit Friedkins "Exorzist" ein unabdingbares Klischee in Filmen dieser Art. Was bleibt also festzuhalten? Der Film ist ordentlich inszeniert, funktioniert über weiter Strecken als beklemmendes Spukhausdrama, verschenkt aber auch manche Möglichkeit, gerade indem er weniger aus der Ausgangssituation des kranken Jungen macht und dessen (prominentere) Mutter in den Fokus der Ereignisse setzt. Alle Schauspieler sind aller Ehren wert und machen den Film schon allein zu einem Ereignis, die Tricks funktionieren und überzeugen auch über die Maße. Die Story tut es leider nicht gleichermaßen und gerade zum vorhersehbaren Schluss erinnert der Film doch arg an Spielbergs "Poltergeist", bei welchem das Ende den überaus gelungenen Gesamteindruck auch reichlich schmälerte, wenngleich ich ihn für einen der letzten wirklich großen Gruselfilme halte. Eine gute 3 macht das in der Gesamtauswertung, die vor allem durch die wirklich guten Schauspieler zustande kommt.
 
Preytor, 04.08.09
Also, erstmal vielen Dank für die Freikarten, die Ich hier beim Gewinnspiel gewonnen habe, hat mich sehr gefreut. Nun zum Film: Habe zuvor wirklich nichts von der Geschichte um die wahre Begebenheit gehört. Nichtmal bei X-Faktor oder "Wanna be" Experten wie Galileo, bei denen jedes Fazit gleich ist: ,,Könnte möglich sein, muss aber nicht sein". Dennoch war Ich positiv überrascht. Also es war durchweg spannend und die Umsetzung ist dank der Kulisse sehr gut geworden. Ein geheimnisvoller Keller mit einem verschlossenem, rätselhaftem Zimmer. Natürlich möchte jeder wissen, was alles dahinter steckt. Und dass macht den Film besonders. Nicht nur ein Hobbyschlächterkeller eines Psychopathen, sondern eine verdammt gut durchdachte Story, die perfekt sitzt. Das ganze fand Ich wirklich sehr spannend, da die stetige Rätselei um die Vergangenheit in Rückblenden am Schluss zu einem Ganzen wird. Für einen Film von Lionsgate ist das Ganze nicht wirklich brutal, aber der Ekelfaktor und viele Erschreckmomente gibt's wie Obst auf 'm Wochenmarkt. Ich persönlich bin ja da schon recht erfahren, wann solche Momente eintreten - bin nicht wirklich erschrocken. Und jetzt mal ein Tipp für alle Regisseure da draußen: Warum platziert man einen "Erschreckeffekt" nicht eine Sekunde früher, bevor der Zuschauer es erwartet ? Oder danach ? Dass würde das übliche Schema sprengen und während man denkt dass jetzt nichts mehr kommt erlebt man die reinste Überraschung. Dieser Schreck würde durch den ganzen Kinosaal fliegen! Als Beispiel fällt mier hier auch gerade das Remake zu "Dawn of the dead" ein. In der Szene, als sich die Gruppe im Einkaufszentrum befindet, nähert sich einer der Truppe der Eingangstür, um zu schauen, ob die Zombies schon dort sind. Wie klar ist es, dass im "Ton aus" -Modus gleich was an die Scheibe springt und plötzlich volle Lautstärke aus den Lautsprechern ertönt ? Würde man diese Grundstruktur ändern, tja, dann könnte sich unser liebes Hirn nicht mehr nach diesem Schema richten. Ich erkenne dass auch sofort, wenn die Kamera dementsprechend ranzommt oder ähnliches. Am Besten wäre es, mitten in einer normalen, vielleicht auch harmonischen Szene sowas einzubauen. Wirklich kein Mensch rechnet mit sowas! In den nächsten 10 Minuten denkt sich der Zuschauer dann ,,sowas passiert bestimmt gleich nochmal". Und wenn unser liebes Auge wieder auf den Film fixiert, dann muss man zuschlagen ! Versteht ihr was Ich meine ? Man müsste mal dringends mit der menschlichen Psyche spielen, um so einen Effekt zu erzielen. Natürlich kommt sowas nur im Kino rüber und nicht auf 'm Heimfernseher mit Zimmerlautstärke. Denn Ich habe noch nie solch einen Film gesehen, der diese "Lücken" des Denkens ausnutzt. Sollte man wirklich mal machen. Zum Film noch ein abschließendes Fazit. Wer Grusel- und Mysteryfilme mag, ist hier genau an der richtigen Stelle, denn "Haus der Dämonen" besteht hauptsächlich aus solchen Highlights. Sowohl Schauspieler als auch Effekte sind (sehr) gut und überzeugen. Mit der wahren Begebenheit bin Ich noch etwas skeptisch, wie man ja weiß, hat sich beim weitererzählen vielleicht immer etwas verändert, nach dem berühmten "Flüsterpostschema". (Ähnlich wie viele Geschichten aus der Bibel, wer kennt schon die Wahrheit ? Beweise gibt es ja, keine Frage, aber es gibt ja auch vier verschiedene Erzählungen zu Jesus Todesweges. Wem sollen wir jetzt glauben ? Solche und viele andere Fragen bleiben nach wie vor noch ein Geheimnis, dem man Glauben schenken kann, aber auch mal ernsthaft darüber nachdenken sollte). Da Ich von meinem Fazit wieder abgekommen bin gibt es als Schlusswort noch eins zu sagen: Eine eigene Meinung dazu finden, sowohl zu dem Film an sich und zu der wahren Begebenheit.
 
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