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Inhalt
John Sullivan, ein frustrierter, depressiver Cop der den Tod seines geliebten Vaters vor 30 Jahren immer noch nicht überwunden hat, denkt wehmütig an die alten Zeiten zurück.
Als er eines Tages, als ungewöhnlich starke Sonnenstürme nachts Polarlichter am Himmel aufleuchten lassen, mit dem alten Funkgerät seines Vaters rumfunkt, bekommt er Kontakt zu einem Mann der offensichtlich in der Vergangenheit lebt! Und nicht nur das. Es stellt sich heraus, dass dieser Mann niemand geringer ist als Johns verstorbener Vater Frank! Nachdem ihm sein Sohn voraussagt, wie, wann und wo er sterben wird, ändert das Franks Schicksal da er den Unfall bei dem tödlichen Feuerwehreinsatz nun umgeht.
Dafür ändert dies allerdings die gesamte Geschichte auf fatale Weise. Ereignisse überschneiden sich und andere Ereignisse in der Vergangenheit treffen stattdessen ein. Nun wird Johns Mutter von einem Serienkiller, dem die Polizei den späteren Namen „Nightingale Mörder“ gibt, ermordet. John hilft Frank, mit gewissen Daten die er über die Morde weiß, den Killer in Franks Zeit zu schnappen. So macht sich aber Frank selber verdächtigt und wird glatt verhaftet. Als es ihnen nicht gelingt, den Mörder zu schnappen mordet der sich bis in die Gegenwart zu John weiter und bedroht nun in zwei parallelen Welten Vater und Sohn…
Kommentar
Wie ich diesen Film liebe! Dieser brillante US-amerikanische Science Fiction- Fantasy- Serienkiller- Action- Zeitreise- Thriller von Gregory Hoblit (Zwielicht, Dämon, Das perfekte Verbrechen) vereint für mich wirklich alles was ein großartiger Film braucht, auch wenn die (super interessante) Story im ersten Moment etwas unlogisch wirkt.
Da es die sehr gut gelungenen (durch Sonnenstürme hervorgerufenen) Polarlichter auch in Wirklichkeit gibt, hat das Ganze eigentlich nicht wirklich etwas mit Science Fiction zu tun, sondern bezieht sich rein auf die Tatsache der Vater-Sohn Kommunikation quer durch die Zeit.
Aufgrund der absolut hervorragenden Schauspieler, perfekt besetzt bis in die kleinste Nebenrolle, kommt das Ganze umso glaubhafter und realistischer rüber. Andreh Braugher (Zwielicht, Tödliche Nähe, Poseidon, Der Nebel, die Akte Jane) ist geheimnisvoll und gut wie immer.
Dennis Quaid (Der weiße Hai 3, Dragonheart, The Day After Tomorrow, Poseidon) und James Caviezel (Der schmale Grat, Die Passion Christi, Unknown) wurden nicht ohne Grund beide für den Blockbuster Entertainment Award nominiert. Der fantastische Quaid, einer der feschesten und sympathischsten Schauspieler Hollywoods, gibt hier Punkto authentischer Mimik und Gestik echt sein Bestes, sodass man von der ersten bis zur letzten Minute mit Frank Sullivan mitfiebert.
Im Gegensatz zu manch anderen Filmen schafft es dieser hier, die ständigen Rückblenden zwischen Zukunft & Gegenwart, bzw. Gegenwart & Vergangenheit gut und übersichtlich miteinander zu kombinieren, anstatt zu verwirren. Schon ziemlich am Anfang fiebert man direkt mit John mit als er seinem Vater aufgeregt und fassungslos versucht mit zu teilen wie, wann und wo er sterben wird um den Unfall zu verhindern. Eine tolle Aufnahme als dem Cop in Zeitlupe das Glas aus der Hand fällt als sich die Ereignisse zum ersten Mal ändern und man das Auge in Großaufnahme sieht wie ihn nun plötzlich völlig neue Erinnerungen überwältigen.
Ab da gibt’s viel Tempo, viele Überraschungen weil diese eine Aktion eine Kettenreaktion hervorruft die das ganze Schicksal verändert. Ab dem Moment wo seine Mutter gestorben ist, wird’s dann so richtig spannend denn ab da kommt der Serienkiller ins Spiel, charismatisch dargestellt von Shawn Doyle (Sag' kein Wort, Fear - Im Angesicht der Angst). Ist schon irre als Vater und Sohn beide in verschieden Zeiten mit ein und demselben Täter kämpfen, Frank dem Killer mit der Schrotflinte die Hand wegschießt und diese dann auch dem Mann in der Zukunft weg fault. (Super Spezialeffekte!)
Als sich dann die Zeiten überschneiden, hatte ich Gänsehaut und war aufgrund des wunderschönen, Golden Globe nominierten Song „When You Come Back To Me Again“ von Garth Brooks und des super schmalzig kitschigen Happy Ends zu Tränen gerührt. Auch die die netten und langsamen Dialoge zwischen Vater und Sohn empfand ich nicht als Längen, sondern gehören einfach zu der Geschichte dazu.
Regt schon zum nachdenken an als Frank den vorhergesagten Unfall überlebt und sich dann rührend um Frau und Kind kümmert weil ihm eine 2. Chance geschenkt wurde. Was würde man selber tun wenn man die Gelegenheit erhält, manches rückgängig zu machen? Was wäre wenn? Das Leben ist einfach zu kurz, man muss wirklich jeden Augenblick nutzen, denn in der Realität bekommt man kaum eine zweite Chance.
Der Film gewann übrigens den Saturn Award als bester Fantasy Film. Drehbuchautor Toby Emmerich, der Bruder von Schauspieler Noah Emmerich als Gordo (Die Truman Show, Das Gesetz der Ehre), die aber beide nicht mit dem bekannten Regisseur Roland Emmerich verwandt sind, wurde ebenfalls für einen Award nominiert.
Fazit: Wer sich für Filme alias Das Haus am See, Butterfly-Effect, Kate & Leopold, 12 Monkeys usw. interessiert, darf diesen Blockbuster auf keinen Fall verpassen!
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Kinowelt Home Entertainment auf DVD erschienen.
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