Fear City
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Inhalt
Matt Rossi ist ein ehemaliger Profiboxer der vor Jahren unglücklicher Weise seinen Gegner im Boxkampf getötet und das seit dem nicht vergessen hat. Gemeinsam mit Freund Nick betreibt er als eine Art Zuhälter eine Striptease Agentur die Erotik-Tänzerinnen an diverse Clubs und Bars in Manhattan vermittelt. Als eines Tages mehrere Stripperinnen in den grell schimmernden und schummerigen Gassen der Großstadt überfallen und abgeschlachtet werden, verdächtigen Matt und Nick zuerst einen ihrer größten Konkurrenten, doch der hat selber Angst um seine Mädchen. Der rassistische Cop Al Wheeler der in dem Fall ermittelt, tippt ebenfalls auf einen Krieg im Rotlicht Bereich. In Wahrheit handelt es sich bei dem Killer um einen völlig geistesgestörten Kampfsportfanatiker der die Stadt von dem Unrat und dem Schmutz wie eben diese Huren zu befreien und zu reinigen und somit die Welt zu verbessern. Seine irren Gedanken und Taten schreibt er fein säuberlich in seinem Tagebuch mit dem Namen „Fear City“ ein. Viele Mädchen trauen sich nun nicht mehr auf zu treten und auch Loretta, die beste Stripperin in der Branche, greift vor Trauer um ihre ermordete Freundin wieder zu Drogen und erscheint nicht mehr zur Arbeit. So bleibt dem ehemaligen Boxer nichts anderes übrig um, wie auch von seinem Mafiaboss gewünscht, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und das Problem zu lösen. So macht sich Matt bereit für den großen Kampf und macht sich auf die Jagd nach dem gefährlichen Psycho…
Kommentar
Fear City, der B-Movie Erotikthriller mit den vielen deutschen Untertiteln, ist ein brutaler Thriller in der typischen Art von Abel Ferrara (Body Snatchers), der in seinen Filmen gerne die kritisch-realistische Darstellung der Großstadt zeigt wie eben die erschreckenden Zustände von Rassismus, Bandenkrieg, Dealer, Zuhälter, Huren, Junkies usw.Hauptaugenmerk liegt hier eindeutig bei den erotischen Tanzeinlagen der Frauen (teilweise mit ekelhaften Brustrippen weil sie so dünn sind) und den Box oder Slashereinlagen, die zwar spannend und teilweise ein kleines bisschen brutal, aber relativ harmlos rüber kommen.
Auf die einzelnen Charaktere wird leider nicht näher eingegangen sodass man keinerlei Beziehung zu den Darstellern aufbauen kann. Einzig Hauptdarsteller Tom Berenger (Sliver, Platoon, Tod im Spiegel) wird vom ständigen Albtraum seiner Vergangenheit als Boxer gequält und spielt mit seiner ausdruckslosen Mimik und Gestik deshalb den coolen Zuhälter sehr überzeugend. Mit seiner schwarzen Lederjacke, dem coolen Outfit und der dunklen Lockenpracht die damals so ultra modern war, kommt er wie ein Michael Knight Double aus Knight Rider rüber.
Auch mit einer Handvoll bekannter Namen wie Rae Dawn Chong (Am Anfang war das Feuer, Phantom-Kommando) als Lesbe Leila, Michael V. Gazzo (Horror-Alligator) oder María Conchita Alonso (Running Man, Predator 2) als Stripperin Silver die gekillt wird in einer Nebenrolle, haut einen der Film trotzdem nicht aus den Schuhen weil es im Prinzip nichts Neues gibt, und die Story schon zig mal in der Art verfilmt wurde.
Was mir persönlich aber gut gefallen hat war der mehr oder weniger charismatische Psychokiller der, mit dem bösen Blick und dem Ansatz eines irren Lächelns auf den Lippen nackt seine Kampfsportposen ausübt wie in „Roter Drache“ und ständig seinen Körper stählt. Leider ist das auch schon das einzig positive, denn da hätte man etwas mehr herausholen können. Was hat es z.B. mit dem Tagebuch auf sich das er führt, und wie kam es zu dem Motiv die Welt säubern zu wollen.
Auch der Schluss ist ein bisserl komisch und hinterlässt das Gefühl, das etwas fehlt indem sich die beiden einfach gegenseitig die Fresse polieren und sich die Birne weich prügeln. Der eine verreckt, der andere wird ins Polizeiauto verfrachtet. Aus und Ende. Geregelt. Aber wie geht’s weiter? Egal. Melanie Griffith (Die Waffen der Frauen, Fremde Schatten, Der Tod kommt zweimal), die Tochter von Schauspielerin Tippi Hedren (Die Vögel) und Frau von Superstar Antonio Banderas (Interview mit einem Vampir), kommt auf jeden Fall super sexy rüber und zeigt wie alle anderen Frauen hier auch, extrem viel nackte Haut. Nur ihre billige, naiv blöde Synchronstimme nervt, weil die nicht zu dem selbstbewussten Erotikstar den sie gibt, passt.
Fazit: Der Film ist im Prinzip mittelmäßig, kommt aber durch die vielen knackigen Ärsche, jeder Menge Titten, der bissl Action und der Spannung bei den Angriffen auf die Frauen ganz nett rüber für das Genre. Außerdem gefallen mir auch die Schauspieler. Aus dem Grund 4 statt 3 Punkte. Versäumen tut man aber mit Sicherheit nichts, wenn man dieses Teil hier NICHT gesehen hat…
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei e-m-s auf DVD erschienen,
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