Sea of Love - Melodie des Todes
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Inhalt
Frank ist ein ausgebrannter, verbitterter Cop dem nach seinem 20jährigem Dienstjubiläum ein perverser Fall zugeteilt wird: Ein verrückter Serienkiller ermordet Männer per Kopfschuss die allesamt eine spezielle Kontaktanzeige in den jeweiligen Tageszeitungen aufgegeben hatten und lässt dabei die Platte "Sea of Love" laufen. Da sich alle drei Opfer vorher mit diversen Damen getroffen hatten, nehmen die Cops an, dass es sich bei dem Killer um eine Frau handeln muss! So schalten Frank und sein neuer Partner Sherman getarnt und verdeckt ebenfalls eine Kontaktanzeige da sie hoffen, die mutmaßliche Täterin so zu ködern. Und tatsächlich melden sich allerhand Frauen von denen bei einem überwachten Rendevous danach, unwissentlich ihre Fingerabdrücke von deren Trinkgläsern genommen werden. Eine der Frauen mit denen Frank eine Verabredung hat, ist die äußerst attraktive Helen. Sie ist die einzige von der sie keine Abdrücke bekommen, doch gerade mit der erotischen Schuhverkäuferin ergibt sich ein leidenschaftliches, doch lebensgefährliches Verhältnis da sie nun als Hauptverdächtige gilt. Frank kann sich nicht dagegen wehren und verliebt sich sogar in die Schöne, will sich nicht eingestehen dass sich immer mehr Beweise gegen Helen finden. Ist sie die gesuchte Mörderin und wird er das nächste Opfer sein?!
Kommentar
Dieser spannend, interessante Psycho-Erotik-Thriller von Harold Becker kommt von der Story sehr ähnlich wie der ein paar Jahre später gedrehte Erotikthriller Basic Instinctvon Paul Verhoeven daher:Einsamer Cop verliebt sich in die Hauptverdächtige und schlägt leichtsinnig alle Warnungen in den Wind weil ihn das gefährliche Spiel mit dem Feuer ganz geil macht und er ihr immer mehr verfällt.
Großartig in der Rolle, und zurrecht mit einem Golden Globe dafür nominiert, ist der super charismatische und herausragende Charakterdarsteller Al Pacino (Im Auftrag des Teufels, Donnie Brasco, der Pate) der im Laufe seiner Schauspielerkarriere schon insgesamt 8mal für den Oscar nominiert war. Allein durch ihn kommt der Film besser rüber als er vielleicht mit einem No-Name würde.
Auch der großartige John Goodman (Arachnophobia, Dämon, King Ralph) passt überraschend gut in die Rolle des witzigen und coolen Superbullen und lockert mit seinen gewohnt lässigen Sprüchen und Gesangseinlagen so manch eine Szene erfrischend auf.
Richard Jenkins (Die Hexen von Eastwick, Blue Steel) und Michael Rooker (Der Knochenjäger, The 6th Day, Slither - Voll auf den Schleim gegangen, Jumper) spielen ihre Nebenrollen ebenfalls gewohnt gut.
Einzig wer mir überhaupt nicht gefallen hat, ist die sexy Ellen Barkin (The Fan, Switch – Die Frau im Manne, The Big Easy – Der große Leichtsinn) deren Leistung zwar sehr gut ist (!), ich aber kein Fan des blonden Gifts bin. Irgendwie passen die beiden meiner Meinung nach als Paar nicht zusammen weil Al Pacino so klein und Barkin mit ihren ständigen Highheels und der Löwenmähne immer größer ist als er. Außerdem mag ich ihre arrogante Art nicht wie sie sich in ihren Rollen gibt (ganz besonders hier am Anfang bei dem ersten Treffen wo sie echt super arrogant ist!), einschließlich ihrer Synchronstimme. Aber o.k. Dafür kann der Film nix nur weil ich halt persönlich die Hauptdarstellerin nicht mag…
Durch ihr mysteriöses Verhalten ob sie denn nun die Killerin ist oder nicht, wird der ganze Film relativ spannend gehalten, dessen Auflösung sich erst gegen Ende im mehr oder weniger überraschenden Showdown raus stellt. Eine Szene die besonders an Basic Instinkt erinnert, ist die als sie während einer ihrer „Spielchen“ (wie das mit hohen Schuhen und Mantel wo sie darunter nackt ist im Supermarkt…) die besondere, Titelgebende Platte auflegt was Pacino zum auszucken bringt weil er ja nicht weiß ob nun tatsächlich sein letztes Stündlein geschlagen hat oder nicht durch das Biest. Bei Michael Douglas und Sharon Stone waren es die Fesselspiele mit dem besonderen Schal den auch die Killerin benutzte.
Die traurigste oder besser gesagt berührendste Szene vom ganzen Film ist vermutlich die, als die gepflegte, ältere, einsame Dame den Polizisten in dem Lokal beobachtet wie er sich nach der Reihe mit allerhand hübschen Frauen trifft, denen er genau die selben Schmeicheleien sagt wie er es zuvor schon bei ihr getan hat. Da sie eingesehen hat, dass das ganze nur ein Spiel für ihn ist, geht sie weinend und enttäuscht bei ihm vorbei mit einem Blick der pure Verzweiflung zeigt.
Fazit: Dieser Thriller ist kein Serienkiller Thriller im üblichen Sinn, mit grausam zugerichteten Leichen, sondern mit mehr Tiefgang und mehr Wertlegung auf die persönlichen Probleme der einzelnen Charaktäre. Sehenswert!
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universal auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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The Big Easy - Der große Leichtsinn
Stand: 21.05.2012 14:43:39
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