Ein Köder für die Bestie
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Inhalt
Max Cady ist ein ehemaliger Strafgefangener, der im Zuchthaus von Baltimore seine Strafe wegen Gewalttätigkeit gegen ein Mädchen abgesessen hatte. Nun hat der entlassene, von Hass getriebene Mann nur noch einen Gedanken: Rache zu nehmen an seinem Anwalt Sam Bowden, der damals als Zeuge gegen ihn ausgesagt, und ihn somit für 8 Jahre hinter Gitter gebracht hatte. Schnell ist die ruhige Kleinstadt ausgeforscht wo Bowden mit seiner schmucken Familie lebt. Und von da an ist es auch schnell vorbei mit dem ruhigen Familienidyll denn Cady belagert und belauert die Familie wo er nur kann. Sam fühlt sich immer mehr verfolgt und bedroht, und als sogar der Hund vergiftet wird, hat er richtige Angst um seine Familie. Er versucht alles um den lästigen und irren Verfolger wieder los zu werden, doch die Polizei und selbst ein organisierter Schlägertrupp haben keine Chance gegen den scheinbar psychopatischen Mann. Somit bleibt Sam nur noch ein Ausweg: Er muss ihn mit einer List in eine Falle locken! Auf ihrem Hausboot am Cape Fear (Kap der Angst) muss daher die eigene Familie als Köder herhalten, und tatsächlich…
Kommentar
Dieser großartige, spannende Schwarz-Weiß Psychothriller von J. Lee Thompson (Eroberung vom Planet der Affen, Die Schlacht um den Planet der Affen) kommt in bester Hitchcock Manier daher und gilt heute als richtiger Klassiker!
Basierend auf dem gleichnamigen Roman (auch bekannt unter dem Titel "Kap der Angst" oder The Executioners) von John D. MacDonald, weiß er Dank des fantastischen Soundtracks von Bernard Herrmann (Hitchcocks bevorzugter Komponist) gleich von Beginn an zu fesseln. Auch die Schauspieler sind wirklich vom Feinsten!
So ist der bereits an Lungenkrebs verstorbene Robert Mitchum mit seinem wahnsinnig selbstgefälligen, provozierenden Grinsen die ganze Zeit und dem herablassenden Lachen, als Bösewicht einfach die ideale Besetzung! Auch wenn er optisch direkt harmlos aussieht, verschafft er einem fast allein mit seiner Mimik und Gestik, und seiner betont lässigen Art mit Zigarre und dem Hut, eine wohlige Gänsehaut. Der verstorbene Telly Savalas (Einsatz in Manhattan) mit Haarpracht, in der Rolle des Privatdetektivs. Und auch Gregory Peck (Moby Dick), der ebenfalls schon (an den Folgen einer Lungenentzündung) starb, bietet eine grandios, überzeugende Darstellung. Im Gegensatz zu dem von Martin Scorseses inszenierte Remake 30 Jahre später, ist die Rolle des Anwalts (diesmal gespielt von Nick Nolte) hier der Zeit entsprechend moralischer. So kommt er als Unschuldiger und Guter rüber, der damals einfach nur eine Zeugenaussage machte und dafür nun seinen Kopf herhalten muss weil das einem Verbrecher nicht schmeckte. Im Remake dagegen ist der Anwalt ein richtig zwielichtiger Typ gegen den Cady zu Recht sauer sein „darf“ und der auch privat Dreck am Stecken hat weil er es mit der häuslichen Treue nicht all zu genau nimmt. Auch die Rolle der Ehefrau bekommt somit im Remake eine völlig neue Bedeutung da diese ja die Untreue ihres Gatten nicht einfach so wegsteckt. Die innerliche Zerrissenheit usw. ist im Original nicht nötig da hier alle schön brav und lieb sind so wie sich das damals so gehörte. (Schön „Muti“ und „Vati“) Da die Frau hier nicht sexuell frustriert ist, lässt sie sich auch nicht gegen ihren Mann aufhetzen, sondern hat eine liebevolle und starke Verbindung zu ihm. So auch die süße kleine Tochter die im Gegensatz zu Remake hier richtige Angst vor Cady hat und sich nicht von ihm um den Finger wickeln lässt. Die Szene in der Schule als sie vor ihm weg- und dann in ein Auto läuft, ist super spannend... Wenn man die beiden Film mit einander vergleicht wird man noch einige Kleinigkeiten entdecken die im moderneren Remake mehr ausgeschmückt wurden und wesentlich brutaler sind (Frau die geschlagen wird, oder der Angriff mit der Schlägertruppe), was im Original nicht notwendig ist.
Richtig gute Dialoge, und mehr moralische Aspekte wie etwa der völlig andere Schluss, wo der Gangster nicht ertränkt wird sondern wie sich das gehört, fürs Kittchen aufgehoben. Meiner Meinung nach ist das Remake sehr gut, aber das Original ist noch besser!
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Universal / Columbia Tristar Home Video auf DVD erschienen. Danaben brachte Universal eine Doppel-DVD zusammen mit der Neuverfilmung raus.
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An einem Tag wie jeder andere
Stand: 16.03.2010 13:17:46
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Weitere Kommentare zum Film
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| Staudenmaier007, 11.12.09 |
| Robert Mitchum mal ganz anders. Der Film pririckelt. Auch wenn mir das Remake "Cap Fear" mit De Niro als Killer etwas besser gefallen hat. Das Thema und die Story sind perfekt auf einander abgestimmt. |
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