Constantine

Originaltitel: Constantine
Alternativtitel: Hellblazer
John Constantine: Hellblazer
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2005
Regie: Francis Lawrence
 

Darsteller

Figur

Keanu Reeves  John Constantine
Rachel Weisz  Angela Dodson
Shia LaBeouf  Chas Kramer
Djimon Hounsou  Midnite
Max Baker  Beeman
Pruitt Taylor Vince  Father Hennessy
Gavin Rossdale  Balthazar
Tilda Swinton  Gabriel
Peter Stormare  Satan
Jesse Ramirez  Scavenger
  
Genre: Okkult, Science-Fiction, Fantasy
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 Deutsches Filmplakat

Inhalt

John Constantine ist ein kettenrauchender und egoistischer Dämonenjäger, der sich seinen Platz im Himmel durch diverse Exorzistenaktivitäten erkaufen möchte, da er vor langer Zeit versuchte, sich das Leben zu nehmen und deshalb in der Hölle schmoren würde. Seit seiner Kindheit konnte er Dinge sehen, die er besser niemals hätte sehen wollen und zu dessen nur ganz wenige Menschen fähig sind. So auch die Polizistin Angela und deren Zwillingsschwester Isabell, welche sich unter äußerst mysteriösen Umständen das Leben nahm. Angela die nicht recht an einen Selbstmord glauben will, bittet Constantine um seine okkultistische Hilfe und seit dem ist wortwörtlich der Teufel los!

Kommentar

Dieser düstere Mystery-Science-Fiction-Okkult-Fantasy-Action-Thriller ist das gelungene Kinodebüt des Musikvideoregisseurs Francis Lawrence. Basierend auf der bei uns nicht all zu sehr bekannten Comic Serie „Hellblazer“ in dem es um einen Konflikt zwischen Himmel und Hölle geht, spielte der Film bei einem Budget von 100 Millionen Dollar etliches mehr als das Doppelte wieder ein. Die Hauptrolle des charismatischen (Anti-)Helden gibt wie immer der super coole Keanu Reeves (Matrix, Bram Stoker's Dracula, Speed, Der Tag, an dem die Erde stillstand) der sich in dieser Rolle anscheinend besonders gern sieht. Sein ständiges Gequalme ist zwar ein bisserl lästig, gehört aber leider nicht nur zu seinem Filmcharakter sondern auch zum moralischen Aspekt der Geschichte weil der lässige Dämonjäger ja aus dem Grund an Lungenkrebs erkrankt (den ihm der Teufel höchstpersönlich dann wieder aus dem Laib reißt um ihm eine neue Chance zu geben!) und auch als moralisch motivierende Botschaft zum Schluss: Besser Kaugummi statt Zigarette... oder „wenn man sich selbst tötet, kommt man in die Hölle“ usw. Neben den wirklich hervorragenden Spezialeffekten (z.B. Dämon aus Insekten und Schlangen, die absolut geile Darstellung der Hölle, der Dämonen der aus dem Spiegel raus will oder die Fliege die aus dem Auge raus krabbelt, usw.) und der passenden Musik gibt’s auch jede Menge anderer bekannter Stars wie die britische Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton (Weiße Hexe aus Die Chroniken von Narnia - Der König von Narnia, Der seltsame Fall des Benjamin Button), Peter Stormare (Vergessene Welt - Jurassic Park, 8mm – Acht Millimeter, Brothers Grimm ) als cooler schneeweiß angezogener (!) Satan höchst persönlich, Djimon Hounsou (Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter, Die Insel, Octalus - Der Tod aus der Tiefe) als Nachtclub Betreiber, Teenstar Shia LaBeouf (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, The Transformers, I, Robot) als Exorzistenlehrling oder Rachel Weisz (Die Mumie, Außer Kontrolle) in einer hübschen Doppelrolle. Meiner Meinung nach ist der moderne, stark computeranimierte Film ehr für das jüngere Publikum gedacht oder diejenigen die auch mit ähnlichen Filmen wie Van Helsing, I Am Legend, oder Hellboy 2 was anfangen können.

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist in mehreren Auflagen bei Warner Home Video auf DVD und Blu-ray erschienen.

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Weitere Kommentare zum Film

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Wollo, 27.03.09
Mir hat der Film leider überhaupt nicht gefallen, und zwar ist dies genau dem Umstand geschuldet, den Berti in ihrem Schlussfazit auch dargestellt hat: Nämlich auf den Punkt gebracht reichlich Effekthascherei, die über zu wenig Inhalt wegtäuscht! Tatsächlich steht der Film in der - man darf das mittlerweile durchaus so nennen - Tradition solcher Streifen wie eben "Van Helsing", "Die Mumie" oder auch, heute war es noch in der Glotze zu sehen, "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen", sprich Popcorn-Kino mit gewissem Schauwert (Effekte! Stars!), dafür aber eben auch seltsam seelenlos und lieblos inszeniert - genau wie bei den gelisteten Filmen! Man gewinnt nicht den Eindruck, dass es irgendeinem Beteiligten sonderlich großen Spaß bereitet hat, hier mitzuwirken, weder den Darstellern noch den Machern. Es ist schon richtig, die Effekte wurden gekonnt auf die Leinwand gebracht, versprühen aber keinen Zauber. Lawrence Darstellung der Hölle zum Beispiel wirkt wie aus dem Apocalypso-Baukasten gleichgeschalteter Gameprogrammierer, so nach dem Motto, das Zielpublikum stellt sich das mittlerweile so vor, so machen wir das jetzt auch! Irgendwie hätte man sich das abgefahrener, fantasievoller, ja, praller halt gewünscht. Und Keanu, gut, er ist so wie der Film angelegt ist, schon irgendwie die Idealbesetzung des Protagonisten, aber sein auf Coolness angelegtes Spiel ist ja nichts anderes als die Fortsetzung des Neo aus "Matrix" mit anderen Vorzeichen, und das ging dann auch noch im "...Tag, an dem..." so weiter, was aber eine andere Geschichte ist. Dabei kann er doch eigentlich auch was anderes, sogar lustig kann er, gut, das wäre hier nicht angebracht gewesen, aber es hätte dem Film sicher nicht geschadet, wenn er ein wenig ironische Lässigkeit in die Rolle interpretiert hätte, im Gegenteil, das hätte dem Film vielleicht sogar eine gewisse Größe verliehen. Die schöne Rachel Weisz und die eigentlich immer sehenswerte Tilda Swinton lassen zwar halbwegs aufmerken, glänzen aber auch nicht wirklich durch Spielfreude. Einzig Shia LeBeouf wirkt gutgelaunt. Er wird sich gefreut haben, hier seine erste größere Rolle in einem großen Film geben zu dürfen. Insgesamt aber hat man den Eindruck, hier wurde viel zu oft der sichere Weg beschritten. Es handelt sich letztlich um ein Hollywood-Konsens-Produkt, für das man ordentlich Kohle rausgehauen hat, und das gefälligst auch ordentlich Reibach machen sollte/musste. Klar ist das in gewisser Weise legitim, im Genre der Phantastik aber immer wieder, wie ich finde, nicht angebracht. Wer hier punkten wil, der muss sein Publikum mitreissen, verzaubern, ängstigen, auf einen Trip schicken, und das ist Francis Lawrence mit "Constantine" kaum gelungen. Ich vergebe zwei Skulls wegen Weisz', Swintons und LeBeoufs Darstellungen, die okay gingen (aber besser hätten sein können) und der Effekte, die technisch/visuell auch in Ordnung waren, sich aber mehr hätten trauen dürfen. Und weil nur ein einziger Schädel ja tatsächlich in diesem Fall die Höchststrafe bedeutet, die "Constantine" nun auch wieder nicht verdient hat.
 
Berti, 27.03.09
Was die Schauspieler betrifft, gebe ich dir vollkommen recht, die hat man wirklich schon mal "besser" und mit mehr Spaß bei der Arbeit gesehen. Auch von der Story wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Da ich persönlich aber auf eben die große Effekthascherei und Keano stehe und ich mich mit sowas sowieso immer locken lasse, kann ich gerne die volle Punkteanzahl vergeben. Ich fand ihn teilweise schon witzig und PS: Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen ist ebenfalls cool, hab ich aber vergessen zu erwähnen :-))
 
Staudenmaier007, 26.01.10
Hmm - ok. Die Story ist geradelinig und eher seicht aber gegen Reeves Leistung in der Rolle kann man so nicht´s sagen. Action & Effekte sowie eine sehr orginelle Wendung zum Schluss geben aber ein paar Pluspunkte. 3/5 Skulls von mir.
 
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