Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill

Originaltitel: Brand of Shame
Alternativtitel: Django Nudo und seine lüsternen Mädchen von Porno Hill
Nude Django
Herstellungsland: DeutschlandDeutschland, USAUSA
Erscheinungsjahr:  1968
Regie: Byron Mabe

Darsteller

Figur

Steve Vincent  
Donna West  
Steve Allen  
Edger Wertz  
Lynn Hall  
Paula Pleasure  
Marsha Jordan  
Dan Martin  
Samantha Scott  
Linda Cochran  
  
Genre: Erotik, Fast vergessene Filme
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Inhalt

Eine junge Lehrerin reist mit der Kutsche nach Porno Hill. Sie hat von ihrem verstorbenen Vater eine Karte geerbt, auf der eine neu entdeckte Miene verzeichnet ist. In der Kutsche wird sie von dem lüsternen Django bereits abgecheckt. Dieser will ihr natürlich bei der Miene tatkräftig unter die Arme (und sonst wohin) greifen, doch auch andere Schurken haben es auf die Karte abgesehen. In der Stadt steigt die Lehrerin ohne es zu wissen im Freudenhaus hab. Die lesbisch angehauchte Puffmutter wittert mit ihr ein flottes Geschäft, kann aber nicht bei ihr landen – und wenn’s im Guten nicht geht dann halt im Bösen. So wird der armen Lehrerin übel zugesetzt, doch Django ist stets ihr Retter in der Not und wird aus Dank in Naturalien entschädigt.

Kommentar

Ui, was war denn das? "Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill" - was für ein geiler, deutscher Titel. Im Original heißt er "Brand of Shame", was "Brandmahl der Scham" bedeutet, aber der Film hat mit dem Original ja nicht wirklich viel zu tun. Der Film ist eigentlich ein absolut unterdurchschnittlicher Erotikwestern mit schlechten Darstellern und einer noch schlechteren Handlung, so was kann man doch in Deutschland nicht in die Kinos bringen. Also dachte sich der deutsche Kinoverleiher Erwin C. Dietrich, drehen wir doch ein paar Erotikszenen nach. Gut, anstatt in kargem Wüstensand wird sich hier in frischem Gras geräkelt, was optisch wie die Faust aufs Auge passt, aber was soll’s, wer wird da schon so kleinlich sein und auf Details achten, wen es ein proper Westernmädel zu bestaunen gibt.

In einer Filmankündigung der Zeitschrift Cinema X wurde dies seinerzeit wie folgt beschrieben: "Da die Originalfassung von der Zensur arg verstümmelt wurde, hat die Urania-Film flugs in der Schweiz noch einige entsprechende Szenen nachgedreht und hineingemischt. Speziell für unser hiesiges emanzipierteres Publikum ... Man sieht, wir können und dürfen hier inzwischen schon mehr vertragen als die amerikanischen Kinobesucher!" Ob die da schon wirklich wussten, was da so eingeschnitten wurde?

OK, das Ergebnis ist immer noch weit ab von einem guten Film, aber im Berliner Synchronstudio wurde dieser Schund im wahrsten Sinne des Wortes veredelt. Die Synchro, die sogar mit bekannten Sprechern aufgenommen wurde, haut alles weg, was man vorher gehört hat. Da gibt es so ordentlich eins auf die Glocke, dass man aus dem Lachen nicht mehr rauskommt, da geht so ziemlich alles tief unter die Gürtellinie. Aus einem Erotikwestern wurde so eine ultratrashige Westernkomödie, die man eigentlich gesehen haben muss, um es zu glauben. Das Teil würde auch prima als Hörspiel funktionieren. Bei zu derben Sprachgebrauch wurde der Ton übrigens weggepiept und bei zu viel leidenschaftlichem Körpereinsatz wird der Fantasie freien Lauf gelassen, indem nur ein rotes Bild zu sehen ist. Eine echte Granate, die zu Recht beim Gelsenkirchener Filmclub Buio-Omega als Wunschfilm des Jahrzehnts gewählt wurde. Wer einmal die Chance hat, den Film in der deutschen Fassung zu sehen, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, denn dieses synchrontechnische Kleinod lief bislang nur im Kino.

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Ascot Elite Home Entertainment auf DVD erschienen.

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Weitere Kommentare zum Film

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schnuff, 02.03.09
Es ist eine Schande, dass die deutsche Version bisher noch nirgends auf DVD erschienen ist. Die deutsche Synchro ist der absolute Hammer. Es ist lange her, dass ich bei einem Film so viele Tränen vor Lachen vergossen habe. Aus den dämlichsten Szenen wurde durch einen wirklich professionelle Fun-Synchro ein schreiend komischer Film. Für mich einer der bete Filme die ich seit langem gesehen habe :-)
 
BadMoon, 08.09.13
Kaum vorstellbar, dass sich damals in den Bahnhofskinos tatsächlich jemand zu diesem Streifen einen von der Palme gewedelt haben soll. Die absolut minderwertige Inszenierung, einer absolut uninteressanten Handlung, in Kombination mit der genial unpassenden, auf lustig getrimmten deutschen Sprachfassung; man muß es gesehen haben um es glauben zu können. Allerdings sollte man den Film nur mit mehreren Personen gemeinsam anschauen, da das den Spaßfaktor deutlich erhöht. Ich musste mir den leider allein ansehen und hatte wesentlich mehr Freude an der Version mit Audiokommentar (Christian Keßler & Heinz Klett). Ein Partyfilm mit nicht mehr messbarem Trashgehalt, ein Just-for-Fun-Erlebnis für ein geneigtes Publikum. Nach "normalen" filmischen Gesichtspunkten billiger Schrott, der nicht einmal dem anvisierten Zielpublikum genug Schauwerte bietet.
 
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