Tenebrae
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Inhalt
Der amerikanische Autor Peter Neal reist nach Rom um Verträge für ein neues Buch abzuschließen. Sein letzter Roman "Tenebrae", der von einem geisteskranken Serienkiller handelt, steht seit Wochen an der Spitze der Bestseller-Listen. Kaum angekommen, sieht er sich mit einem realen Frauenmörder konfrontiert, der offensichtlich das Buch als Vorlage für seine Taten benutzt.
Peter ist nicht nur zwischen seinem Ehrgeiz den Fall zu klären und der Angst um sein eigenes Leben hin- und hergerissen, auch die Zuneigung zu seiner langjährigen Assistentin Anne und das Auftauchen seiner labilen Verlobten Jane sorgen für Unruhe.
Der Mörder zieht sein Netz immer enger um Peter, als aber der Hauptverdächtige ebenfalls brutal ermordet wird, scheinen die Karten neu gemischt...
Kommentar
Nach zwei Filmen mit übernatürlicher Thematik, Suspiria & Horror Infernal, kehrte Dario Argento zurück zum "Giallo", dem italienischen Slasherfilm.
Wie bei eigentlich allen seiner Filme, wird größter Wert auf einen die Sinne ansprechenden Stil gelegt. Opulente Kamerafahrten, bizarre Einrichtungsgegenstände, fetischistisch angehauchte Traumsequenzen, leuchtend rote Blutfontänen, untermalt von der treibenden Musik der "Goblin"-Gründungsmitglieder C. Simonetti, M. Morante & F. Pignatelli.
Zahlreiche Kritiker warfen dem Film, bei all dem schönen Schein, natürlich sofort die inhaltlichen Schwächen vor. Tatsächlich fallen diverse Szenen auf (gerade beim wiederholten Betrachten), die unlogisch, wirr und letztendlich an den Haaren herbeigezogen sind, nur um in einen weiteren blutigen Mord gipfeln zu können. Das Verhalten der Charaktere reiht sich hier nahtlos mit ein, bezeichnend die Sequenz in der die Reporterin, nachdem sie vor dem Haus verdächtige Geräusche und im Haus bedrohliches Flüstern gehört hat, nichts wichtigeres zu tun weiß als ihr Shirt auszuziehen um in ein Nachthemd zu schlüpfen!
Da nun aber der moderne Horrorfilm ansich, und der italienische im Besonderen, nicht erst seit gestern mit Schauwerten protzt und häufig Stimmung über Substanz stellt, kann man bei einem so edel durchgestylten Werk nicht wirklich böse sein. Erst recht nicht, wenn das Spektakel in einem wahren Blutbad endet, bei dem 99% der Protagonisten dahingemetzelt werden.
Na klar, es ist Schund, aber er hat Schick!
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon

Veröffentlichungen
Der Film erschien in einer gekürzten Fassung bei VPS Video auf VHS.
Dragon Film Entertainment brachte eine ungekürzte Fassung auf VHS, Laserdisc und DVD heraus, letztere jedoch nur in der "Dario Argento - The Masterpieces"-Box mit drei weiteren Filmen.
Eine inhaltsgleiche Einzel-DVD ist in Österreich bei Raptor erschienen.
Filmbewertung
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Stand: 09.02.2010 13:07:21
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