28 Days Later

Originaltitel: 28 Days Later
Alternativtitel: 28 Days Later - Deine Tage sind gezählt
28 Tage später
29 Days later
Herstellungsland: GroßbritannienGroßbritannien
Erscheinungsjahr:  2002
Regie: Danny Boyle

Darsteller

Figur

Cillian Murphy  Jim
Naomie Harris  Selena
Megan Burns  Hannah
Brendon Gleesan  Frank
Christopher Ecclestone  Major West
Noah Huntley  Mark
Luke Mably  Private Clifton
Stuart McQuarrie  Sergeant Farrell
Ricci Harnett  Corporal Mitchell
Toby Sedgwick  Infizierteer Priester
  
Genre: Splatter, Science-Fiction, Zombies
Sequels: 28 Days Later (2002)
28 Weeks Later (2007)
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Inhalt

Neulich im UK:
Eine Gruppe militanter Tierschützer dringt in ein Versuchslabor ein um die malträtierten Tiere zu befreien. Dabei werden sie von einem der Forscher überrascht, der sie beschwört, um Himmels Willen bloß nicht die Schimpansen aus den Glaskäfigen freizulassen, denn diese sind mit einem hochgradig ansteckenden Erreger infiziert: dem Rage Virus! Da Mensch aber in aller Regel nichts Eiligeres zu tun hat als dem Gegenteil eines guten Rates zu folgen, setzen die Aktivisten genau diese Tiere frei. Umpf, das aber hätten die Damen und Herren der Animal Liberation Front besser nicht getan, denn der Mann im weißen Kittel sollte zum letzten Mal in seinem Leben Recht haben. Sofort fallen die Primaten ihre Befreier wie tollwütig an. Das Schicksal nimmt seinen Lauf...

28 Tage später erwacht ein junger Mann im Londoner Krankenhaus St. Thomas. Jim, von Beruf Fahrradkurier, hatte am Tag X einen Verkehrsunfall, der ihn seitdem im Koma hielt. Aber ist er nun wirklich wach? Die Situation kommt ihm beinahe wie ein schrecklicher Alptraum vor, in dem er gefangen zu sein scheint. Das riesige Hospital ist menschenleer. Kein Arzt, keine Schwester, kein Patient, nirgendwo ein Lebenszeichen. Und schlimmer noch, als Jim auf die Strasse tritt, scheint die gesamte 11 Millionen Einwohner Metropole komplett ausgestorben zu sein. Keine Menschenseele drängt sich durch die sonst verstopften Fußgängerzonen und Shopping Malls, kein Verkehrschaos auf Londons Straßen, beinahe so, als sei er der letzte Mensch… gespenstisch! Nach einer fast den ganzen Tag währenden Odyssee durch die verwaiste Metropole stößt Jim am Abend in einer Kirche dann doch noch auf menschliche Gestalten. Als er sich bemerkbar macht, stürzen sie sich mit zu Hassfratzen verzerrten Gesichtern und blutroten Augen wie Berserker auf den völlig Fassungslosen. Jim kann mit knapper Not entkommen, da erscheint unerwartete Hilfe. Zwei junge Menschen, Selina und Mark, retten ihn und bringen Jim an einen sicheren Ort. Und von ihnen erfährt er nun die ganze schreckliche Wahrheit.
Das Ende der Welt scheint gekommen zu sein. Binnen der letzten 28 Tage fielen fast alle Menschen auf den britischen Inseln, vielleicht sogar auf dem gesamten Erdenrund, einer neuen, äußerst aggressiven Seuche anheim, die ihre Opfer nach der Infizierung binnen weniger Sekunden zu rasenden blutgierigen Bestien mutieren ließ. Für die Infizierten gibt es keine Aussicht auf Heilung. Die Übertragung erfolgt durch infektiöse Körperflüssigkeiten, hauptsächlich durch den Beißreflex der zombieesken Rage-Infizierten. Inzwischen gibt es in England weder Strom noch funktionierende Medien, doch bevor alles zusammenbrach vernahm Selina auch erste Berichte von Übergriffen in Paris und New York, wie sie berichtet. Der völlig überforderte Jim will wissen, was aus seinen Eltern geworden ist, so sucht das Trio bei Tageslicht, welches die Infizierten scheuen, Jims Elternhaus auf.

Jims Eltern sind tot. Sie haben sich das Leben genommen um nicht der unheimlichen zu verfallen. Viel Zeit für Trauer bleibt allerdings nicht, denn in der Dämmerung brechen plötzlich die zombiefizierten Nachbarn in das Haus ein. Diese können zwar eliminiert werden, doch Mark wurde gebissen. Ohne mit der Wimper zu zucken, tötet Selina diesen zu Jims großem Entsetzen mit ihrer Machete. Andernfalls, so weiß sie, wäre er binnen 30 Sekunden einer von „denen“!
Da Selina und Jim nicht in dem Haus bleiben können, sie befürchten eine neue Angriffswelle der Infizierten, geht das Umherirren durch das ausgestorbene London weiter.

Schließlich treffen sie auf zwei weitere Überlebende, den ehemaligen Taxifahrer Frank und seine 12jährige Tochter Hannah, die Informationen über einen angeblich funktionierenden Militärposten unweit der nordenglischen Großstadt Manchester haben. Man beschließt, sich gemeinsam mit Franks altem Wagen dorthin durchzuschlagen. Als sie nach gefahrvoller Reise schließlich ihr Ziel erreichen, könnte die Enttäuschung nicht größer sein. Ganz Manchester steht in Flammen, der Militärstützpunkt scheint ebenfalls aufgegeben worden zu sein. Zu allem Übel wird Frank nun auch noch durch eine Unachtsamkeit infiziert, doch bevor er sich auf seine Tochter stürzen kann, ertönen Schüsse und Frank bricht tödlich getroffen zusammen.
Die Militärs geben sich zu erkennen, doch es handelt sich hierbei nicht um ein durchstrukturiertes offizielles Survivalcamp, sondern lediglich um eine Splittergruppe von neun Männern unter Führung des zunächst freundlichen, aber sich recht bald als größenwahnsinnig erweisenden Majors West. Die Miliz hat sich auf einen ehemaligen Herrschaftssitz außerhalb Manchesters zurückgezogen, der mit riesigen Stacheldrahtzäunen, Alarmanlagen und Landmienen abgesichert ist. Jim entdeckt in einem Hinterhof einen an die Kette gelegten Infizierten, einen ehemaligen Soldaten aus Wests Platoon, der von diesem quasi als Versuchskaninchen gehalten wird. Bald merken Jim, Selina und Hannah, dass Wests Gruppe ihnen nicht aus reiner Gastfreundlichkeit Unterschlupf gewährt. West weiht Jim in seine Pläne ein um den Aufbau der neuen Zivilisation, den West als seine ihm vorherbestimmte Aufgabe betrachtet. Entsetzt will Jim mit den Frauen, die in Wests Plan natürlich eine besondere Rolle spielen, das Weite suchen, doch das wissen die Militärs zu verhindern. Nun beginnt ein neuer Alptraum für das Londoner Trio…

Kommentar

Anfang des 2000’er Jahrzehnts war es auf der anderen Seite des Ärmelkanals mit dem „Cool Britannia“ Hype aus den 1990’er Jahren lange vorbei. Blair und New Labour, die dortzulande immerhin in ihren Anfangstagen eine ganz ähnliche Welle der Euphorie verbreiteten wie dieser Tage der große neue Mann in Washington, waren auf dem Boden der Realität angekommen, galt doch der ehemals als charismatisch angesehene Primeminister inzwischen als Vasall George W.’s bei dessen „War against Terrorism“. Überhaupt war die Stimmung nicht nur im UK im Eimer. Die Anschläge von 9/11 waren noch immer überpräsent, das, was daraus in Afghanistan und im Irak erwuchs, füllte jeden Tag die Nachrichten. Menschen wurden aufgrund bloßer Verdachtsmomente in Lager verschleppt, TV Berichte über diese Lager weckten wahrlich ungute Erinnerungen, dazu wurde noch immer wieder in schöner Regelmäßigkeit der drohende Weltuntergang durch eine neue Pandemiewelle aus Asien orakelt, mal war es die Vogelgrippe um den berüchtigten Erreger H5N1, mal die Lungenkrankheit SARS.
Was also lag bei der Stimmungslage nicht näher, als das Genre des apokalyptischen Endzeithorrorkinos zu reanimieren? Und genau diese Idee brüteten Danny „Trainspotting“ Boyle und sein Spezi von der schreibenden Zunft, Alex Garland, die gerade gemeinsam in Hollywood mit der Verfilmung von Garlands Bestseller „The Beach“ grandios gescheitert waren, zusammen aus. Und diesmal landeten die beiden Herren tatsächlich den Überraschungscoup der Filmsaison 02/03 und unisono auch noch den wohl besten britischen Horrorfilm seit Jahren! Für beide Aussagen des Vorsatzes gibt es gleich mannigfache Gründe, die zum Teil natürlich miteinander einhergehen.

Manch ein dem Genre geneigter Leser dieser Zeilen wird sich nun fragen, was bitte schön denn an dem Film so überraschend gewesen sein soll, schließlich wildert er ja durchaus gekonnt in Fischgründen, die bereits vor Jahren unter anderem von Richard Metheson und Sydney Salkow respektive Boris Sagal („I am Legend“ [gemeint ist in dem Fall freilich die literarische Vorlage] und die ersten beiden Verfilmungen „The Last Man on Earth“ und „The Omega Man“), besonders natürlich aber von George A. Romero und seiner ursprünglichen Dead-Trilogie, abgesteckt worden waren? Gar keine Frage, hier haben sich Boyle/Garland ganz mächtig inspirieren lassen, vielleicht sogar in ähnlicher Weise wie sich Oasis von den Beatles kreativ befruchten lassen, um noch einmal den Haken zu „Cool Britannia“ zu schlagen, aber das endet dann ja zumeist auch durchaus in Wohlklang, der aber dennoch abseits mainstreamiger Pfade unterwegs ist. Und so verhält es sich auch mit „28 Days later“. Der Film enthält im Prinzip alle Ingredienzien, die zu einem Film gehören, der dem Zombie Subgenre beizordnen wäre, und dennoch handelt es sich hierbei gar nicht wirklich um einen Zombiefilm. Nichts alledem zum Trotz aber zeichnet sich genau dieser Film für das Revival des mehr oder weniger traditionellen Zombiefilms im 21. Jahrhundert verantwortlich. „28 Days later“ war der Wegbereiter für Zack Snyders formidables Remake von Romeros „Dawn of the Dead“, für dessen eigene Rückkehr zu den Wurzeln seines Schaffens mit den beiden leider misslungenen Filmen „Land of the Dead“ und „Diary of the Dead“, für parodistische Filme wie „Shaun of the Dead“ oder „Fido“ oder den Erfolg eher trashig inszenierter Videospieladaptionen wie „Resident Evil“ oder „Doom“, und nicht zuletzt auch für die selbstredend nachfolgenden Filme der ursprünglichen Idee, die da heißen „28 Weeks later“, der bekanntlich im Jahre 2007 das Licht der Leinwand erblickte, und „28 Month later“, der für dieses Jahr angekündigt wurde, und bei dem die beiden Schöpfer des Originals wieder mit von der Partie sein sollen, und zwar wieder mit den gleichen Aufgaben betraut wie im Original. Da Boyle mit seinem Drama „Slumdog Millionaire“ aber gerade höhere Weihen der Kultur empfangen durfte (Golden Globe für beste Regie, im gleichen Fach aussichtsreiche Oscar Nominierung) bleibt abzuwarten, ob das denn tatsächlich auch so eintreten wird. So, was haben nun die meisten der aufgezählten Filme gemeinsam? Sie waren einigermaßen erfolgreich! Boyle und Garland haben also quasi ein Genre nicht nur reanimiert, das im Prinzip so tot und modernd wie seine Kreaturen war und nur noch hart gesottenen Fans wie deutschen Jugendschützern überhaupt von Interesse, sie haben es in die Blockbustermultiplextempel der Gegenwart gebracht. Wer hätte das vor – sagen wir mal 10 Jahren - wohl gedacht? Nun gibt es aber Leute, die schätzen derlei nicht unbedingt, was aber ein anderes Thema ist. Der Rezensent sieht das ohnehin anders, denn ihm ist es lieber, die Kinocharts sind voller Filme wie diesem hier, solchen also mit brisanter politischer Message, die per se zum Mitdenken einladen, als eben angefüllt mit seichtem Popcornpulp, der ohnehin nach wie vor die größte Kohle einfährt. Sei es drum, wie gesagt, ein anderes Thema, das sich in endlosen Diskussionen fortführen ließe, welche ich aber gern bereit zu führen wäre.

Ferner ist zu verorten, dass Boyle mit diesem Film zurück zu seinen Wurzeln ging. Eben noch hatte er mit endlosem Geldspeicher im Silberrücken mit einem Topstar wie DiCaprio gedreht und war dennoch nicht erfolgreich, da musste er sich zwangsläufig darauf besinnen, was ihn dereinst groß gemacht hatte. Er drehte quasi Independent, mit überschaubarem Budget und einer Schar Mimen aus der zweiten Reihe, die damals noch kaum wem bekannt waren, die ihre Jobs aber ausnahmslos fantastisch absolvierten und teilweise als Sprungbrett in eine größere Karriere nutzen konnten. Doch beinahe viel wichtiger als die Darsteller selbst ist der apokalyptische Look des Films, der grandios erschreckt. Dies hat viel mit dem Umstand zu tun, dass Boyle und sein „Dogma“ erfahrener Kameramann Anthony Dod Mantle den Film nicht in klassischer Weise auf 35 mm Material filmten, sondern vielmehr per digitaler Handkamera. Und auch dies ist nicht in erster Linie der Ästhetik geschuldet, sondern eher dem Umstand, dass das Filmen mit dem Standardmaterial zum Teil einen enormen logistischen Aufwand erfordert. Um die Bilder eines völlig entvölkerten Londons hinzubekommen, konnten die entsprechenden Stadtgebiete aber nie allzu lange abgesperrt werden um den totalen Kollaps auszuschließen. Somit war zumeist nur der Dreh in den allerfrühesten hellen Morgenstunden möglich, was dann auch die spezielle Farbgebung des Films bei den Außenaufnahmen erklärt, die letztlich im Film absolut beklemmend wirken, eben so, als würde das Tageslicht nie wieder so erstrahlen, wie wir es kennen. Das ängstigt! Zudem wecken die so eingefangenen Bilder aufgrund ihrer Optik Assoziationen zu den jeden Tag gesehenen Beiträgen von Katastrophen, die uns in den Nachrichtensendungen heimsuchen. Alles wirkt trist und grau, der Himmel scheint schwefelgelb, so stellt man sich wohl die Post-Atomkriegwelt vor.

Und dann sind da natürlich noch die Infizierten! Boyle/Garland taten sehr gut daran, ihre Monster nicht wie die „herkömmlichen“ Zombies zu gestalten, was sie ja auch streng genommen nicht sind. Der Unterschied besteht im Prinzip darin, dass es sich nicht um untote Wiedergänger handelt, sondern eben um infizierte Menschen, die also auch nicht mit einem Kopfschuss - respektive der Zerstörung des Gehirns – ausgeschaltet werden müssen, sondern ihnen eben auf jede nur erdenkliche Weise der Garaus gemacht werden kann. Dafür sind sie auch keine grüngesichtigen herumtorkelnden „Fresszellen“, sondern unwahrscheinlich aggressive Bestien, die sich pfeilschnell bewegen und in ihrem Hass auf alles Lebendige kaum aufzuhalten sind. Allerdings meiden sie, wie klassische Vampire, das Tageslicht. Diese Idee hat sich das Machertandem vermutlich bei Richard Mathesons Klassiker „I am Legend“ entliehen, in welchem die Menschheit an einer Vampirseuche zugrunde geht. Die Macher des zweiten Teils, Regisseur Juan Carlos Fresnadillo und sein Drehbuchteam, haben allerdings auf diese Besonderheit verzichtet, was auch nicht in besonderer Weise erklärt wurde, aber das soll jetzt und hier nicht weiter erörtert werden. Ansonsten erinnern die Infizierten sehr an die „Tollwütigen“ aus David Cronenbergs hervorragendem Film „Rabid“, den man, obschon wenig bekannt, ebenfalls ohne wenn und aber als Klassiker des Apokalypso-Kinos bezeichnen muss.

Bis hierher also uneingeschränktes Lob! Ui, sie finden, das klingt nach einem Aber…? Sie haben recht, denn tatsächlich, so grandios, mitreißend, verstörend, gruselig und doch und sogar gerade deswegen realitätsnah der Film bislang auch wirkte, im letzten Drittel fällt alles bislang aufgebaute leider ein wenig ab. Mit dem Eintreffen unserer Helden bei der Soldatica verflacht die bis dahin tolle Handlung. Zwar setzt der grandiose Christopher Ecclestone als größenwahnsinniger Major West ein schauspielerisches Highlight, aber der Trupp wirkt dennoch eher wie eine Meute Geistesgestörter Irrer denn wie ausgebildete Profisoldaten und ihre Motive sind nicht wirklich nachvollziehbar. Auch die bis dahin eher als Träumerle erscheinende Figur Jim wird plötzlich zum Guerilla, der es mit allen Elitekämpfern aufnehmen kann. Aber dennoch, die Dramatik lässt den Zuschauer darüber hinweg sehen, letztlich wird der gigantische Eindruck, den der Film macht, kaum getrübt deswegen, zumal die Spannung am Ende nervenzerfetzend ist.

Die Schauspieler? Ecclestone, den ich seit seinem Mitwirken in der grandiosen britischen TV Serie „Cracker“ (lief bei uns als „Für alle Fälle Fitz“) für einen der besten britischen Darsteller der Gegenwart halte, wurde bereits hinlänglich gelobt. Cillian Murphy, hier im Einsatz als Jim, überzeugt ebenfalls so weit, allerdings kaufe ich ihm die spät einsetzende Lovestory mit seiner Partnerin Naomie Harris nicht so recht ab. Die überzeugt allerdings ansonsten ebenfalls auf ganzer Linie als toughe Selina. Hernach machte sie Karriere als schräge Tia Dalma in der „Fluch der Karibik“ Serie und bei der Kino Adaption von „Miami Vice“. Mein Lieblingscharakter Frank wurde vom irischen Schauspieler Brendan Gleeson verkörpert, der zuletzt in der „Harry Potter“ Filmreihe von sich reden machte und in der witzigen Thrillerkomödie „Brügge sehen…und sterben“ mitwirkte. Die vielleicht beste Leistung absolviert aber die junge Megan Burns als frühreife Hannah, Franks Tochter. Da reift ein Riesentalent heran.

Nun aber genug geschwafelt! Mir ist eh klar, dass der Film ungemein polarisiert, kaum jemand findet ihn „so lala“, entweder wird er geliebt oder gehasst. Ich liebe ihn, halte ihn für ungemein gelungen, seine optische Umsetzung ist geradezu erschreckend realistisch, die Story glaubhaft, die Schauspieler mutig und weit vorn, die Stimmung, die er verbreitet ist trist und apokalyptisch, wozu auch der von John Murphy komponierte Score maßgeblich beiträgt, der bislang skandalöserweise noch gar nicht angesprochen worden ist. Auch wenn die Geschichte im letzten Drittel ein wenig abflacht, wird die Spannung gehalten, das Ende bleibt letztlich offen. Trotz kleinerer Einschränkungen, die Höchstwertung hat „28 Days later“ dennoch verdient. Ursprünglich hatte ich gehofft, der Film würde nicht fortgesetzt werden, ist dann aber dennoch geschehen, und die Fortsetzung ging auch vollkommen in Ordnung, konnte diesen Film aber nicht übertreffen. Nun warten wir mal ab, was uns Teil 3, der wie bereits erwähnt, für dieses Jahr angekündigt ist, wohl bringen wird.

Filmreview von: Wollo / Alle Reviews von Wollo

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Veröffentlichungen

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Weitere Kommentare zum Film

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Berti, 28.01.09
GEIL; GEIL; GEIL kann ich nur sagen! Der erste Teil hat mir super gut gefallen, und kriegt von mir die volle Punkteanzahl weil die Infizierten schon extrem gefährlich rüber kommen. Manche Szenen sind einfach sauspannend und die Schauspieler machen ihre Sache auch ganz gut . Einzig der Schluss hat mir nicht so ganz gefallen, dafür gabs aber dann noch zwei alternative Enden in der Sonderausstattung der Dvd. (Wobei die Audiokommentare bei den nicht gezeigten Szenen auch sehr gut waren- weil man sieht, was sich die Macher dabei gedacht hatten) Die komische Hintergrundmusik war auch nicht so ganz meins, störte aber auch nicht wirklich. Dieser Film brachte mich auf jeden Fall auf den Zombie- Geschmack, die ich vorher gar nicht mochte.
 
erik, 29.01.09
Mir haben nur die ersten 20 min gefallen danach wurde es (meiner Meinung nach)unerträglich langeweilig.Am Anfang war es spannend und die Infizierten waren unheimlich da man nicht so viel über sie weiß,und es keine einfachen Zombies sind.Doch ab da wo Jim mit seiner Freundin zu der Familie(Der Vater mit dem Kind) kommt rutcht der Film ab.Man sieht die ganze Zeit wie die Leute mit einem Auto vor den Infizierten fliehen,leider bleibt die Spannung auf der Strecke und auch das Finale war langweilig und spannungslos.Meiner Meinung nach ein sehr schlechter Film,wer einen guten Zombiefilm sehen will sollte sich Dawn of the Dead ansehen.
 
Wollo, 14.03.09
Auch hier noch mal ein kleiner Infonachschlag zu Danny Boyle, der je gerade mit seinem "Slumdog Millionaire" so richtig abräumt. Wie ich das so sehe, schwinden die Chancen derzeit arg, dass Boyle tatsächlich noch einmal für den angekündigten dritten Teil der Saga um das berüchtigte Rage-Virus, von dem es heißt, es werde in Moskau spielen und konsequenterweise "28 Month later" heißen, auf den Regieklappstuhl zurückkehren wird. Derzeit wird Boyle - nicht zuletzt gerade wegen seines aktuellen Megaerfolgs - nämlich als aussichtsreichster Regie-Kandidat für den nächsten Bond-Fiilm gehandelt, den dritten mit Daniel Craig in der Rolle des Superagenten, welcher der altgedienten Serie ja ungeahnte Rekorde und Superlative einbrachte. Ein solches Angebot lehnt man kaum ab, zumal Boyle aller Wahrscheinlichkeit nach wieder mit Freida Pinto arbeiten könnte, der weiblichen Hauptdarstellerin aus "Slumdog Millionaire", für die er ja voll des Lobes war, und die wiederum als heißeste Kandidatin für den Part der Dame gilt, die sich Craig/Bond wie in der Serie üblich am Ende in dessen starke Arme schmiegen darf. Gute Nachrichten also für Bond-Fans, der "28" Serie kommt dies indes weniger zugute. Wie weit das Projekt nun bereits in Arbeit sein mag, ob schon mitwirkende Schauspieler feststehen und ob im Falle von Boyles Absenz wieder Juan Carlos Fresnadillo die Regie übernehmen würde, man weiß es nicht! So lange schauen wir uns halt weiter die beiden ersten Teile an, gut genug sind sie, besser als derhochgelobte letzte Bond allemal, der zwar nicht wirklich schlecht war, aber mehr hätte können dürfen.
 
Staudenmaier007, 10.12.09
Erstklassig. Eine Perle in diesem Genre. Der Film beginnt heftig und hält das Tempo wärend der ganzen Länge konsequent bei. Gerade die Verfolgungen durch die vor Wut rasenden Infizierten sind der Inbegriff einen wahr gewordenen Alptraumes. Splatter + Horror + Story = Top.
 
Aeon, 14.12.10
Der Film ist wirklich sauspannend, die Briten haben es einfach drauf Glaubwürdigkeit zu vermitteln. Das Einige behaupten die Spannung flache zusehens ab kann ich nicht nachvollziehen, lediglich bei der Ankunft im Soldatesca-Camp nahe Manchester, stellt sich das gewollte und kurzzeitige, entspannende Gefühl in Sicherheit zu sein ein. Und auch das die Soldaten wie ein Haufen Schwachköpfe wirken, scheint mir nicht falsch, schliesslich sind es keine Elitesoldaten sondern die unteren Ränge sind Quasi postpubertierende,einfache Rekruten, die wahrscheinlich kurz vor einem Lagerkoller stehen. Auch das der Hauptdarsteller, es mit den Soldaten aufnimmt scheint mir nicht übertrieben, direkt den Tod vor Augen kann so ein Fahrradkurier schon mal über sich hinaus wachsen und ausserdem hat er den Moment der Überraschung auf seiner Seite. Die Infizierten stellen einem echt die Nackenhaare auf, sie sind wie erwähnt verdammt schnell und sie bewegen sich etwas abgehackt. Dieser hektische Effekt wird durch einen Zeitraffer erreicht, der für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar ist und den man am ehesten an den glitzernden Regentropfen erkennt. Eines noch: Es kommen sehr wohl Infizierte, auch bei Tageslicht bzw. bei Dämmerung vor, die aufgedunsen, kreischenden Infizierten sind wirklich nervenaufreibend. Die Szenen in denen der Hauptdarsteller auf die überlebende Stadtguerilla und später, auf die Soldaten trifft erwecktend bei mir die Vorfreude darauf, wie die Infizierten jetzt wohl bekämpft werden. Auch die Erkentnis das ganz Grossbritanien unter Quarantäne steht, offenbart sich einem auf geschickte Weise und erklärt warum denn der Rest der Welt scheinbar nicht reagiert. Für mich rundum absolut gelungen,der Film. Ich würde sogar sagen der Beste Zombiefilm überhaupt! Von mir 5 Sterne, ohne zu zögern.
 
Preytor, 12.01.11
Das Einzige was ich spannend fand waren die Credits. Zwar hat der Film eine gute Atmosphäre und ein nettes Endzeit-Szenario, aber das wars halt auch, die Handlung war für mich viel zu lahm und unlogisch, dass ich mir den zweiten Teil nicht mal angeschaut habe. Ist halt Geschmackssache.
 
Staudenmaier007, 13.01.11
Der Grundtenor unterscheidet sich halt grundlegend von den üblichen Zombie-Splatter-Movies. Wer sich auf platzende Köpfe und Kettensägen gefreut hat ist hier sicherlich fehl am Platz. Für mich bleibt er immer noch ein Meilenstein des Genres.
 
Gruselmonster, 26.05.11
Obwohl nicht mal zehn Jahre alt ist das schon ein Klassiker der Zombiefilme. Ich fand ihn auch ganz spannend, muss aber sagen, dass "I am legend" oder "Resident Evil" mehr meinen Geschmack getroffen haben. Das ist aber wirklich eher persönliche Meinung und soll diesen Film nicht schmälern. Was mich hingegen wirklich wahnsinnig gemacht hat, ist der Held der Geschichte. Während er wie der letzte Vollidiot in die dümmsten Fallen tappt, die Zombies auf seine Mitreisenden hetzt und sich überhaupt überaus nervig und blöd anstellt, hätte ich ihm am liebsten ununterbrochen eine reingehauen. Schade, dass das niemand für mich realisiert hat -.-
 
Nicolija, 29.10.11
Geeeeeeeeeeeeeeeiler Film^^ Das mit den blutunterlaufen Augen sieht eeeeeeeeeeeeecht hammer aus. Der sollte von jedem Horrorfreak gesehen sein!!!!!!!! *-* ;DD
 
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