Darling
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Inhalt
Aditya hat alles was ein Mann sich wünschen kann, eine hübsche Ehefrau, einen netten kleinen Sohn, einen gutbezahlten Job... und eine Affäre mit seiner sexy Sekretärin Geeta.
Obwohl er sich längst entschieden hat sich nicht von seiner Familie zu trennen, hält er die Beziehung zu Geeta, die darauf wartet das er die Scheidung einreicht um mit ihr zusammensein zu können, aufrecht. Als sie schwanger wird und ihn zu einer Entscheidung drängt, macht Aditya mit Geeta Schluß und versucht sie zu einer Abtreibung zu überreden. Rasend vor Wut und Verzweiflung geht sie auf ihn los, es kommt zu einem Handgemenge, bei dem Versuch sie abzuwehren stößt Aditya Geeta zurück, sie schlägt mit dem Kopf auf und erleidet eine tödliche Verletzung.
Veränstigt und voller Schuldgefühle vergräbt er die Leiche und versucht die Angelegenheit zu verdrängen.
Doch Geetas ruheloser Geist keht zurück um ihm das erlittene Unrecht mit gleicher Münze heimzuzahlen. Hilflos muß Aditya erkennen, dass seine Freunde, seine Familie und sein Leben einer Macht ausgeliefert sind, der er nichts entgegenzusetzen hat.
Kommentar
In Darling wird die Grundidee von Eine verhängnisvolle Affäre mit dem beliebten Motiv des Rache und/oder Gerechtigkeit suchenden Geistes (Schatten der Wahrheit, Echoes) kombiniert.
Regisseur Ram Gopal Varma hatte mit Bhoot einen gelungenen, gradlinigen Geisterfilm gedreht, hier verzettelt er sich leider und der Film gerät zu einem unentschlossenen Mischmasch.
Da ist zunächst die Frage, ob wir es hier mit einem ernsthaften Genrebeitrag oder einer Gruselkomödie zu tun haben. Zwar kann man sich in einigen Szenen das Schmunzeln kaum verkneifen, doch wieviel Humor ist dabei beabsichtigt? Die Szenen mit den beiden Polizisten, dem übereifrigen und dauerquasselnden Kommissar und der schweigsamen Assistentin mit dem durchdringenden Blick, sind zweifellos kleine Comedy-Highlights innerhalb der Handlung, aber die übertriebenen Reaktionen der Hauptfigur wirken eher unfreiwillig komisch.
Die Darsteller tragen ihren Teil zu den Unstimmigkeiten bei:
Die Hauptperson Aditya ist eigentlich unsympathisch und wird schon in der allerersten Szene als Weiberheld vorgestellt. Er lässt alle Gelegenheiten reinen Tisch zu machen verstreichen und wirkt mit der Situation in die er sich gebracht hat schlicht überfordert. Fardeen Khan (Ein tödliches Spiel, Fida, Bhoot) kann mit seinem jungenhaften Charme den Charakter zwar davor bewahren vom Publikum abgelehnt zu werden, doch wenn er wieder und wieder mit vor Angst aufgerissen Augen und verzerrtem Mund in die Kamera schaut, überspannt er den Bogen etwas zu weit. Auch müsste ein Filmheld, mit dem der Zuschauer mitfiebern soll, ein wenig attraktiver sein. Fardeen ist zwar nicht hässlich, aber doch eher der Durchschnittstyp von Nebenan (und von den Bollywoodstars in seiner Altersklasse eindeutig der pummeligste).
Esha Deol (Dhoom 1, Kaal) spielt überraschend gut, besonders ihre Reaktionen als Aditiya sie abserviert und beim Auftauchen ihres verzweifelten Vaters sind sehr glaubhaft. Allerdings stimmt auch hier wieder die Optik nicht, in manchen Szenen sieht sie schon zu Lebzeiten wie ein Gespenst aus und gerade als Gegensatz zu der von Isha Koppikar (Don, Hum Tum - Ich & Du) gespielten Ehefrau (hübsch, aber stets traditionell gekleidet und kaum sexy), hätte sie eine Granate sein müssen.
Die Musikuntermalung und Kameraführung sind auf unheimlich-bedrohlich getrimmt, wobei die Kamera teilweise penetrant "stylisch" daherkommt und meist einen unschönen Blaustich über das Bild legt.
Auf spektakuläre Effekte wird komplett verzichtet. Der Showdown beschränkt sich auf eine Aussprache (!) der beiden Hauptcharaktere, was, selbst wenn es als Einleitung des gelungenen, makaberen Schlußgags dient, auf das Publikum unbefriedigend wirkt. Einige Nebenhandlungen laufen ins Leere, so bleibt offen ob Geeta Sameer, den Kollegen von Aditya, tötet, da sein Charakter einfach nicht mehr erwähnt wird.
Unterm Strich bleibt Darling ein technisch gut gemachter, inhaltlich oberflächlicher und nicht sonderlich interessanter Film, der weder dem Geister-Genre noch der Seitensprünge-lohnen-nicht-Sparte etwas Neues hinzufügen kann.
Haarscharf an einer 2 Schädel-Bewertung vorbeigeschrammt.
Filmreview von: Bad Moon / Alle Reviews von Bad Moon
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Veröffentlichungen
Der Film ist, im Originalton und mit leicht verständlichen englischen Untertiteln, bei T-Series auf DVD (Ländercode 0) erschienen.
Filmbewertung
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