The Rocky Horror Picture Show

Originaltitel: The Rocky Horror Picture Show
Alternativtitel: Die Rocky Horror Picture Show
Herstellungsland: GroßbritannienGroßbritannien, USAUSA
Erscheinungsjahr:  1975
Regie: Jim Sharman
 

Darsteller

Figur

Tim Curry  Dr. Frank-N-Furter - A Scientist
Susan Sarandon  Janet Weiss - A Heroine
Barry Bostwick  Brad Majors - A Hero
Richard O'Brien  Riff Raff - A Handyman
Patricia Quinn  Magenta - A Domestic
Nell Campbell  Columbia - A Groupie
Jonathan Adams  Dr. Everett V. Scott - A Rival Scientist
Peter Hinwood  Rocky Horror - A Creation
Meat Loaf  Eddie Ex - Delivery Boy
Charles Gray  The Criminologist - An Expert
Jeremy Newson  Ralph Hapschatt
Hilary Labow  Betty Munroe Hapschatt
  
Genre: Fantasy, Komödie
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 Deutsches DVD-Cover, erschienen bei 20th Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Bei einem fürchterlichen Unwetter verfahren sich Brad Majors und seine Verlobte Janet Weiss, mitten im Nirgendwo platzt dann auch noch der Reifen. In einem abgelegenen und finsteren Schloss suchen die beiden Zuflucht. Der bucklige Diener bringt sie in einen Ballsaal, wo eine illustre Gesellschaft feiert. Die beiden fühlen sich nicht wirklich wohl und wollen gehen, doch dann kommt der Hausherr Dr. Frank N. Furter in Strapsen und Korsett herunter und nötigt die beiden, der Geburt seiner neuen Schöpfung beizuwohnen. Unter den Augen des Publikums erweckt der seine menschliche Kreatur namens Rocky Horror, einem muskelbepackten, blonden Mann zum Leben. Doch die Show wird von dem Rocker Eddie gestört, der mit seinem Motorrad durchs Publikum rast, gestört. Wut entbrand erschlägt ihn Frank N. Furter mit seinem Eispickel. Des nachts versucht Frank N. Furter Janet zu verführen, blitzt aber ab. Mehr erfolg hat er bei ihrem Verlobten Brad. Derweil wurde Rocky Horror von seinen Fesseln gelassen und amüsiert sich mit Janet, die ihren Verlobten im Bett mit Frank N. Furter erwischt hat. Gerade als Frank N. Furter seinen Diener Riff Raff bestraft, kommt Dr. Scott, der seinen Neffen Eddie sucht. Diesen findet er dann beim Abendessen – und zwar als Hauptgericht. Es kommt zum Streit, wobei Janet, Brad, Dr. Scott, Columbia und Rocky von Frank N. Furter in Statuen verwandelt werden. Auf der Tanzbühne werden sie in dann in Pumps, Strapsen und Mieder erweckt, doch während der Vorstellung erscheinen Riff Raff und Magenta in spacigen Anzügen und modernen Waffen, womit sie ...

Kommentar

Niedergeschlagen von einer Lungenentzündung brauchte ich unbedingt einen Film, der mich wieder aufbaut. Was wäre da besser als eine Portion Rocky Horror Picture Show? Egal wie schlapp ich bin, bei dem Film kann ich nicht still sitzen, ich glaube der Film kann sogar Tote wieder beleben. Der Film ist der Inbegriff eines Kultfilms, kein Film lief so lange ununterbrochen im Kino, seit seiner Erstaufführung 1975 läuft der Film bis heute wöchentlich in Programmkinos aller Länder. Eine Vorstellung darf man sich allerdings nicht wie einen normalen Kinobesuch vorstellen, die Fans kommen oftmals verkleidet, es gibt feste Rituale wie Reiswerfen, Zwischenrufen, etc. (Genaue Anweisungen gibt es auch auf der DVD, sind aber nicht unbedingt für zu Hause zu empfehlen). Bei diesem Film kocht der Saal und spätestens bei "The Time Warp" herrscht absoluter Ausnahmezustand, wenn alle begeistert mittanzen und singen. Ursprünglich war dies einen Bühnenshow, woraus dann dieser Kinofilm unter der Regie von Jim Sharman entstand. Die Geldgeber wollten ihn eigentlich mit populären Sängern besetzen, Sharman entschied sich aber für einen Großteil der Bühnenshow-Crew und verzichtete dafür auf ein deutlich höheres Budget. Tim Curry, Richard O'Brien, Patricia Quinn und Nell Campbell spielen im Film die Rollen, die sie auch bei der Show hatten. Neu hinzu kamen die beiden Amerikaner Susan Sarandon und Barry Bostwick, die hier als naives Pärchen zu sehen sind. Gedreht wurde unter schlechten Bedingungen, es war immer zu kalt, so dass sich Susan Sarandon nach der Pool-Szene eine Lungenentzündung holte. Aber die Begeisterung der Crew war dadurch nicht zu bremsen. Gedreht wurde in den britischen Bray Studios und dem nahegelegenen, damals baufälligen Oakley Court, wo bereits Graf Dracula residierte, denn das 1859 im viktorianisch-gotischen Stil am Ufer der Themse erbaute Herrenhaus diente bereits bei etlichen Hammer Filmen sowie unzähligen anderen Filmen als Kulisse, seit 1981 ist es jedoch ein Luxus-Hotel. Von dem Hammer Film "Frankensteins Rache" kommt auch der Wassertank und das bandagierte Modell, welches zum Leben erweckt wird. Der Film selbst ist ein mitreißendes Rockmusical, welches etliche Science-Fiction und Horrorfilmklassiker sowie namhafte Filmstudios zitiert und persifliert. Geboten werden geniale, mitreißende Musik, schriller Humor, Männer in Pumps, Strapsen und Miedern, Bi-Sexualität und eine absolut durchgeknallten Story über einen transsexuellen Wissenschaftler, der wie Frankenstein einen Menschen zum Leben erweckt. Diese Kreatur, ein muskelbepackter Schönling, wurde von Peter Hinwood stumm gespielt, seine Gesangsstimme stammt von Trevor Horn. Während des Films wird immer wieder ein von Charles Gray (Mondblut) gespielter, furztrockener Erzähler eingeblendet. Der Reocksänger Meat Loaf hat hier einen wilden Gastauftritt als Rocker. Bei den Motorradszenen wurde er jedoch gedoubelt. Bei der Fahrt durch das transsilvanische Publikum hat sich einer beim Ausweichsprung schwer verletzt. Aber auch wenn sich das alles so überschwänglich gut anhört schien der Film bei der Kinoauswertung schien ein Flop zu werden. Es wurde offenbar das falsche Publikum angesprochen und nicht jeder ist für so einen schrillen Film zu begeistern. Erst mit der Zeit erlang der Film Kultstatus und wurde zum Midnight Movie Klassiker, einem echten Dauerbrenner, der sein festes und treues Publikum fand. Natürlich gäbe es noch viel über den Film und die Darsteller zu sagen, ich will hier aber nicht weiter ins Detail gehen.
Fazit: Ein Film, der mehrere Generationen begeisterte und den jeder zumindest kennen sollte. Wer diesen Film nicht kennt, hat die vielleicht beste Party seines Lebens verpasst.

Original Soundtrack, erschienen bei Green Line Records, GPR 3314

Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist in mehreren Auflagen bei 20th Century Fox Home Entertainment auf DVD und VHS erschienen.

Filmbewertung

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