Wolfsziegel
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Inhalt
Frankreich erlebt den härtesten Winter seit 1956. In dem kleinen Bergdorf La Jassaix liegt meterhoch Schnee. Ravenel, ein alter und abergläubischer Eigenbrödler, hört in der Nacht den Wolfsziegel pfeifen, was das Kommen der Wölfe ankündigt. Vom Hunger getrieben überwinden die Wolfe ihre Scheu vor den Menschen und kommen ins Dorf, um dort zu jagen. Während der Bürgermeister und die meisten Dorfbewohner dies als Aberglaube abtun, ziehen ein paar Jäger mit ihren Flinten los, doch der Schneesturm ist zu stark, das Dorf ist von der Außenwelt abgeschnitten. Erst als der erste Wolf erlegt ist, erkennt die Bevölkerung die Gefahr, doch es ist zu spät. Mit der Dunkelheit kommen die Wölfe ins Dorf, eine Nacht voller Schrecken erwartet die Bewohner, wo die Wölfe ...
Kommentar
Regisseur Jacques Ertaud (Night Killer) drehte diesen französischen Fernsehfilm nach einem Roman "Der Wolfsziegel" von Jean-Marc Soyez. Angeblich beruht die Geschichte auf einer wahren Begebenheit. Sie handelt von einem abergläubischen, französischen Bergdorf, wo das Pfeifen des Wolfsziegels das Kommen der Wölfe ankündigt. Die Dachdecker haben früher auf den Dächern einen besonderen Ziegel, eine Art Pfeiffer, angebracht. Dieser Ziegel wurde so befestigt, dass er pfeift, wenn der Wind tobt. Das ist das Zeichen, dass das Leben oben in den Bergen unerträglich geworden ist und die Wölfe herunter kommen. Doch nur ein Teil der Bevölkerung glaubt an diese Sage, doch sie werden eines besseren belehrt. Der Film wurde in einem verschneiten Dorf gedreht, wo die Zeit stillzustehen scheint, gäbe es keine Autos hätte der Film von der Kulisse auch Ende des 19. Jahrhunderts spielen können. Die Darsteller sind allesamt überzeugend mit verlebten, teilweise kauzigen Gesichtern. Jedes Gesicht hat seine eigene Geschichte zu erzählen, so was sieht man in aktuellen Filmen leider gar nicht mehr. Der Film wird sehr ruhig vorgetragen und hat auch stille Passagen, was sehr gut zu der verschneiten Berglandschaft passt. Er nimmt sich die Zeit, ein Gefühl für das Dorf und die Bevölkerung zu schaffe. Und in der Nacht kommen dann die Wölfe, die versuchen in die Ställe und Häuser zu kommen und einigen Schaden anrichten. Trotz der Ruhe wirkt der Film hier fast schon gespenstisch, der Zuschauer kann sich sehr gut in die verängstigte Bevölkerung versetzten. Ein wirklich gelungener, aber nahezu unbekannter Film mit eigenem Charme, der vor Urzeiten das letzte Mal im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Sollte er wider Erwarten doch mal ausgestrahlt werden heißt es unbedingt einschalten.Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
Veröffentlichungen
Der Film wurde vor Ewigkeiten im ZDF und im Hessischen Rundfunk ausgestrahlt.
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| Berti, 08.10.09 |
| Ja, der Film ist eine Überraschung und hat mir sehr gut gefallen! Es ist kein reißender Tierhorror, mit Splatter oder sonstigem großen Schnick Schnack, sondern hat einen ganz eigenen Charme. Hier lernt man wieder Ehrfurcht vor der Natur. Der Postpote fährt die Post auf Schiern aus. Das ganze Dorf ist teilweise von der Ausenwelt abgeschnitten und hat keinen Strom- sondern Petroleum-Lampen und Kerzen. In dem alten, fast mittelalterlichen Dorf werden wichtige Kundtuungen vom Bürgermeister noch mit der Trommel verbreitet. Fern der Zivilisation ohne Telefon, Autos oder moderner Geräte. Menschen mit Traditionen, hier gelten andere Regeln. Viele interessante Infos über Wölfe! Spannender Aufbau. Sehr stimmige Musik. Leider werden offensichtlich echte Wölfe getötet. Die armen Tiere tun mir leid. Mir zerreißt es das Herz wenn ich sie so aufheulen höre vor Schmerz. Sie werden erschlagen, erschossen, hängen in der Falle,… Weil nur echte Wölfe zum Einsatz kommen und die Menschen so real aussehen- das heißt niemand ist super zurrecht gemacht oder gestylt, kommt der Film wirklich total authentisch rüber. Außerdem ist er super spannend! Für Genrefreunde sehr zu empfehlen wenn man nicht auf Action oder dem Neumodischen Kram aus ist. |
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