Nackt und Zerfleischt
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Inhalt
Alan Yates, Tina „Faye“ Daniels, Jack und Mark sind ein eingespieltes Filmteam, das schon an vielen Kriesenherden der Erde war, um sensationelle Bilder zu schießen. Die Reportagen sorgen regelmäßig für hohe Einschaltquoten. Ihr neustes Projekt: Sie wollen im Amazonasgebiet zu den letzten Kannibalen reisen. Leider kommt die Gruppe nicht mehr zurück. Um Licht ins Dunkel zu bringen schickt man eine zweite Expedition unter Leitung des Anthropologen Harold Monroe in unwegsame Dschungelgebiet.
Man folgt der Route des Filmteams und stößt auf Spuren der Gewalt. Bei einem Kannibalenstamm, den "Baummenschen" stößt die Gruppe auf die menschlichen Überreste der vier Filmer und auf deren Filmmaterial. Harold Monroe gelingt schließlich in Besitz der Filmrollen im Austausch für sein Diktiergerät. Zurück in New York sichtet man das Filmmaterial und muss feststellen, dass das Filmteam um Alan Yates grausamste Dinge tun, nur um "gute Bilder" zu bekommen. Nach und nach stellt sich die Frage wer die wahren Wilden sind...
Kommentar
Ich sage es direkt Vorweg: Dieser Film ist nichts für schwache Nerven. Wer auf Kannibalenfilme steht und es nicht sein lassen kann: viel Vergnügen. Der Rest der Welt sollte eher die Finger von dem Film lassen. Der Film hat einige wirklich extrem brutale Szenen, in denen die Gewalt sehr realistisch dargestellt wird. Die Story wird streckenweise im Dokumentationsstil erzählt, dies steigert das Grauen der Bilder um so mehr. Für sein Genre ist dieser Film von der Story recht gut gelungen. Es gibt keine logischen Unstimmigkeiten in der Story.Leider werden auch hier, wie bei so vielen italienischen Kannibalenfilmen dieser Zeit, Tiere vor laufender Kamera getötet. Der Sinn davon bleibt mir verschlossen. Auch ohne diese Szenen gibt es meiner Meinung nach genügend Gore und Vergewaltigungsszenen, so dass dieses nicht hätte sein müssen.
Der Film kritisiert die Medien und deren Hunger nach Sensationen auf sehr harte Art und Weise, und dies mit so drastischen Mitteln, dass diese Kritik schon fast wieder ins Absurde abdriftet. Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt gut. Besonders interessant ist die Rolle von Faye Daniels (Francesca Ciardi) die im laufe des Filmes eine recht heftige Wandlung durchmacht. Zu Anfang muss sie sich noch übergeben als die Schildkröte vor ihren Augen zerlegt wird (was sie aber nicht daran hindert, diese anschließend zu verspeisen), doch später greift sie nur halbherzig ein, als die Männer der Truppe vor laufender Kamera eine Eingeborene vergewaltigen (so würde nur Filmmaterial verschwendet). Danach scheint ihr alles egal zu sein, denn später gibt sie sich lustvoll dem Liebesspiel mit Alan Yates hin - in den verkohlten Überresten einer Hütte voller Eingeborener, die die Crew zuvor für ihre Dokumentation angezündet hatte.
Fazit: Ich weiß nicht so recht ob ich diesen Film verfluchen oder loben soll. Er ist handwerklich sehr gut gemacht, die Story ist gut, aber es werden auch Tiere abgeschlachtet was nicht hätte sein müssen. Zudem werden die Eingeborenen auf eine Art und Weise dargestellt, die ich nicht immer gut heiße.
Filmreview von: schnuff / Alle Reviews von schnuff
Veröffentlichungen
Der Film ist auf DVD bei Laser Paradise und bei Astro Records & Filmworks erschienen.
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