Brotherhood of Blood

Originaltitel: Brotherhood of Blood
Alternativtitel: Brotherhood of Blood - Jagd auf die Vampire
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2006
Regie: Michael Roesch
Peter Scheerer

Darsteller

Figur

Victoria Pratt  Carrie Rieger
Sid Haig  Pashek
Ken Foree  Stanis
Jason Connery  Keaton
Wes Ramsey  Fork
Rachel Grant  Jill
  
Genre: Vampire
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Inhalt

Während Vampire und Vampirjäger ihren üblichen Geschäften nachgehen (sprich: sich gegenseitig verfolgen und massakrieren), erscheint ein neuer, unheimlicher Gegner und beginnt, beide Gruppen gleichermaßen zu dezimieren. Wie sich herausstellt, handelt es sich um Vlad Kossei, eine Art transsilvanischen Vampir-Dämon, der vor 800 Jahren nur durch eine kurzfristige Allianz von Menschen und Vampiren vernichtet werden konnte - und nun offenbar in einer neuen Reinkarnation zurückgekehrt ist. Kann seine Identität rechtzeitig gelüftet werden, und werden sich Vampire und Vampirjäger diesmal noch rechtzeitig zusammenraufen, um ihn zu stoppen, bevor er zu mächtig geworden ist?

Kommentar

Atmosphärischer Höhepunkt des Films sind die ersten ca. 20 Sekunden in der rumänischen Kapelle. Danach springt die Handlung ins heutige Kalifornien. Ab jetzt dauert es erstmal ungefähr eine Viertelstunde, bevor man so langsam zu begreifen beginnt, worum es überhaupt geht. Permanente Zeitsprünge und Rückblenden sind nicht nur verwirrend, sondern auch mehr und mehr enervierend - und sollen wohl in erster Linie davon ablenken, daß sich die Handlung letzten Endes auf nicht mehr als zwei oder drei Schauplätze beschränkt (meistens irgendwelche Kellerräume). Optisch gibt der Film nicht besonders viel her, Action und Gore sollte man auch nicht im Übermaß erwarten, dafür wird, wie es in B-Filmen so üblich ist, die Zeit mit vielen, vielen Dialogen ausgefüllt.
Schade nur, daß sämtliche Figuren eher eindimensional bleiben, so daß einem das Schicksal der einzelnen Charaktere im Prinzip nicht sonderlich nahegeht, und auch schauspielerisch ist leider nicht allzuviel Spannendes zu vermelden. Zumindest hat man einige abgehalfterte Ex-Stars aufbieten können: Ken Foree, immerhin einmal Hauptdarsteller in Romeros "Zombie - Dawn of the Dead", als durchgeknallter Vampir, der auf dem Foltertisch der Vampirjäger landet (zugegebenermaßen die schrägste und unterhaltsamste Performance des Streifens), Jason Connery, Seans Sohn, dessen Karrierehöhepunkt die Zweitbesetzung von Michael Praed in der 80er-Serie "Robin Hoood" war, als Anführer der Vampirjäger (blaß), und Sid Haig, der aus dem B- und C-Sektor eigentlich nie herausgekommen ist, als Obervampir (mit echtem Bart und Glatze und eindeutig künstlichem Gebiß).
"Brotherhood of Blood" ist ein B-Picture, das sich vergeblich bemüht, nach mehr auszuschauen, als es ist. Und wenn man weiß, daß die beiden Regisseure ansonsten hauptsächlich für Uwe Boll als Autoren oder Produktionsleiter gearbeitet haben, wird auch klar, woher hier künstlerisch der Wind weht. (Wobei ich persönlich Bolls "Bloodrayne"-Filme, besonders den zweiten, ja sogar noch weit über diesem Elaborat ansiedeln würde.) "Brotherhood of Blood" ist vielleicht ein Spürchen besser als der von der Grundidee und der Machart ähnliche "Dracula's Curse" - aber wirklich nur ein Spürchen.
Der "unvorhersehbare" Story-Twist gegen Ende kündigt sich im Prinzip schon meilenweit vorher an, wenn man auch nur ein paar ähnliche Streifen in seinem Leben gesehen hat. Einzige (halbwegs) interessante Message: Die Vampirjäger sind ein genauso abgefuckter und desillusionierter Haufen wie ihre Gegner, und auch in punkto Brutalität, etwa in der Wahl ihrer Foltermethoden, stehen beide Gruppen sich in nichts nach.
Jetzt würden wir nur noch gerne wissen, wie denn nun diese spezielle, angeblich besonders arge Tortur mit den Haken wirklich funktioniert?

Filmreview von: Seward / Alle Reviews von Seward

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Splendid Entertainment auf DVD erschienen.

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Weitere Kommentare zum Film

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Berti, 19.10.08
Der lahme Film kommt wie eine unspektakuläre TV- Verfilmung rüber. Die Story ist leicht verwirrend. Das Wort VAMPIR fällt in jedem zweiten Satz. Die Schauspieler sind ganz nett, aber nicht charismatisch genug um besonders auf zu fallen. Die Effekte sind ganz gut. Mittelmäßig, ohne besondere Vorkommnisse. unnötige Zeitsprünge. Lächerliche, zu dicke Zähne. Dämliche Folterszenen. Nichts, was man sich ein zweites Mal anschauen muss oder gar was versäumt hätte, wenn man ihn nicht gesehen hat.
 
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