Die Rückkehr der Untoten
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Inhalt
Die Geschwister Barbara und Johnny wollen auf einem abgelegenen Friedhof das Grab ihrer Mutter besuchen. Plötzlich greift sie wie aus dem Nichts, eine zombieartige Kreatur an. Barbara kann fliehen, doch ihrem Bruder kann nicht mehr geholfen werden. Die schockierte Frau findet ein abgelegenes, scheinbar verlassenes Farmhaus wo sie sich versteckt. Kurz darauf kommt Ben in das Haus, ein Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist vor den Untoten, die nun immer zahlreicher werden. Während Ben versucht, die Fenster und Türen notdürftig zu verbarrikadieren, tauchen plötzlich vier weitere Überlebende auf, die sich die ganze Zeit im Keller versteckt hatten. Die kleine Tochter von einem der beiden Pärchen, liegt unterdessen im Sterben weil das Mädchen vorher von einem der Zombies gebissen wurde. Während sich draußen in der mittlerweile dunklen Nacht, immer mehr Monster um das Haus scharen und versuchen, rein zu kommen, gibt’s drinnen heftige Konflikte und Spannungen zwischen Harry und Ben. Der unberechenbare Harry, der sich immer mehr zum herrschsüchtigen Tyrannen aufspielt und fast schon den Verstand verliert, bringt alle nur noch mehr in Gefahr. Die einzige die einen kühlen Kopf bewahrt ist Barbara. Sie versucht die beiden Streithähne zu schlichten und hat die einzig rettende Idee, nämlich…
Kommentar
22 Jahre nach dem Riesen Erfolg Die Nacht der lebenden Toten von Kultregisseur George A. Romero, wagte sich dessen Freund und Kollege Tom Savini an ein Remake des uralten Schwarz Weiß Klassikers. Savini, der auch schon bei Romeros Filmen DAWN OF THE DEAD und DAY OF THE DEAD für die Special Make Up Effects verantwortlich war, schuf mit seinem eigenen Regiedebüt einen wirklich klasse Horrorfilm, der sich meiner Meinung nach ohne Probleme an dem großen Vorbild messen kann. Anders als im Original spielt hier nicht Ben, sondern Barbara die tragende Rolle des starken Helden und ist auch anders als bisher, die einzig Überlebende. Auch andere Kleinigkeiten wurden umgeändert, wie z.B. wird hier das Grab der Mutter und nicht des Vaters besucht, oder der junge Mann, der sich im Keller versteckt, ist nicht irgendein Fremder, sondern der Neffe des Hausherrn, der sich oben das Leben nahm (Was ich übrigens als einen super Einfall fand, weil es gute Erklärung dazu gibt.). Das Mädel ermordet ihre Mutter nicht so spektakulär mit der Schaufel, sondern beißt ihr einfach nur in den Hals (DAS wiederum sieht wieder geil aus, weil sie den Mund dabei so aufreißt, dass sie richtig gruselig rüber kommt) Auch die Untoten sehen aufgrund des weitaus größeren Budgets viel besser aus. Auch wenn sie richtig klassisch mit langsamen, steifem Gang herum wandeln, die Hände nach vorne gestreckt und starrem Blick, wie man sich eben einen Zombie halt so vorstellt, wirken sie trotzdem gefährlicher aufgrund der aufwendigeren Kostüme, Masken und dem tollen Make up und sorgen so für Spannung. Was mir ein kleines bisschen gefehlt hat waren die Splatterszenen, die hier auch noch das Pünktchen auf dem I gewesen wären. Mit der super passenden Hintergrundmusik, den guten Schauspielern (unter anderem Tony Todd in seiner ersten Rolle, der 3x den „Candyman“ verkörperte) und dem fragwürdigen Schluss muss ich sagen, dass mir diese Version auf jeden Fall besser gefallen hat als das Original. George A. Romero, der auch an der Überarbeitung des Drehbuchs mitgewirkt hat, war von dem Werk übrigens nicht so begeistert, weshalb er sich auch bei der Vermarktung heraus hielt. Viele Fans des Originals sahen das genauso, trotzdem ist der Verkauf von Video und DVD sehr erfolgreich. Eine der härtesten Szenen ist wohl gegen Ende, als die Bürgerwehr mit den Dingern am Baum Zielschießen spielt und man sich dann doch wieder fragt, wer hier wohl wirklich die Monster sind. Diese Lynchszene hat übrigens ursprünglich auch im Drehbuch des Originalklassikers gestanden, wurde jedoch wegen der rassistischen Spannungen, die zu der Zeit in den Vereinigten Staaten auftraten, geschnitten. Richtig gut fand ich auf jeden Fall den überraschenden und coolen Schluss und das Gesicht von Barbara, als sie wieder ins Haus geht, voller Hoffnung – und dann hat ausgerechnet DER überlebt- PENG! "Noch einer fürs Feuer." Echt genial!
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei Starlight Video auf VHS und bei Astro auf Laserdisc erschienen. Die DVDs von Graveyard Films sind laut OFDb Bootlegs.
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Weitere Kommentare zum Film
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| Wollo, 28.08.08 |
| Der Film als solcher ist prima, handwerklich souverän, spannend, unheimlich atmosphärisch, finster, sogar einstweilen richtig schaurig. Aus dramaturgischer Sicht war es auch durchaus ein cleverer Schachzug, das Ende des Films anders zu interpretieren und die Geschichte der Barbara völlig neu und anders zu erzählen, als es in Romeros Vorlage der Fall war. Wie gesagt, aus rein dramaturgischer Sicht! Andererseits aber ist es im Prinzip auch genau das, was man hier kritisieren muss, nämlich genau jene Änderungen an der Originalgeschichte, denn diese nehmen dem Film eindeutig die politische Brisanz, die den 1968'er Streifen auszeichnete. Im Original war Ben der unbestrittene Held des Filmes, ein Schwarzer, der dann tragischerweise den Kugeln einer Bürgerwehr zum Opfer fiel, der es wahrscheinlich ohnehin egal war, ob die "Zielscheibe" nun untot oder schwarz ist. Das hat auf jeden Fall eine Aussage. Hier teilt sich Ben die Hauptrolle mit Barbara, im Original zwischen Hysterie und Katatonie hin und her pendelnd, agiert sie im Remake genau so heroisch und analytisch wie Ben und bleibt am Ende die einzige Überlebende, die nun zu einer Art Flintenweib und Racheengel mutiert ist, was eher an das übliche Actionvideo-Niveau jener Jahre denken lässt als an sozialkritische Messages. Die kluge Gesellschaftsschelte, die Romero sonst immer gern auf sein Publikum loslässt, fehlt hier somit weitestgehend. Einzig die Darstellung der hinterwäldlerischen sadistischen Bürgerwehrtypen kann ein wenig in die Richtung interpretiert werden, aber andererseits, das muss man auf jeden Fall so sagen, wurde hier auch nicht an Klischees gespart. Man möge mich jetzt nicht falsch verstehen, denn Savini hat schon einen verdammt guten Film abgeliefert, der, würde man das Original vielleicht nicht kennen bzw. es würde gar nicht existieren, schon ziemlich nahe an eine Höchstwertung herankäme, denn aus filmischer Sicht ist der Streifen durchaus gelungen. |
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