Die Nacht der lebenden Toten
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Inhalt
Die Geschwister Barbara und Johnny wollen auf einem Friedhof das Grab ihres Vaters besuchen. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts, ein merkwürdiger- sich seltsam bewegender Mann auf, der die beiden angreift. Barbara kann fliehen, doch ihrem Bruder kann nicht mehr geholfen werden. Die schockierte Frau findet ein abgelegenes, scheinbar verlassenes Wohnhaus wo sie sich versteckt. Kurz darauf kommt Ben in das Haus, ein Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist vor den Zombies, die nun immer zahlreicher werden. Nachdem Ben die Fenster und Türen notdürftig verbarrikadiert hat, tauchen plötzlich vier weitere Überlebende auf, die sich die ganze Zeit im Keller versteckt hatten. Die kleine Tochter von einem der beiden Pärchen, liegt unterdessen im Sterben weil das Mädchen vorher von einem Untoten gebissen wurde. Während sich draußen in der mittlerweile dunklen Nacht, immer mehr Monster um das Haus scharen und versuchen, rein zu kommen, gibt’s drinnen heftige Konflikte und Spannungen zwischen Harry und Ben. Wie die Gruppe aus dem Fernsehen erfährt, wird die Schar der lebenden Toten immer größer. Außerdem wird berichtet, dass die Zombies das Fleisch ihrer Opfer fressen und wahllos alles zerfleischen was den schrecklichen Kannibalen unter kommt! Während die total panische Barbara immer mehr den Verstand vor Angst verliert, Harry sich immer mehr zum Herrscher aufspielt und Ben als einziger einen kühlen Kopf behält, wird ihnen allen klar, dass ihnen nur noch eine einzige Hoffnung bleibt- den leeren Wagen draußen vor der Tür irgendwie durch die Zombies hindurch zur nächsten Tankstelle zu schaffen um ihn dort auf zu tanken und damit aus der Stadt raus zu kommen. Doch plötzlich…
Kommentar
Dieser amerikanische Schwarz/Weiß Zombie-Kult-Klassiker von George A. Romero ist der erste einer fünfteiligen Zombiereihe (Dawn of the Dead, Day of the Dead, Land of the Dead, Diary of the Dead) des genialen Regisseurs. Mit seinem von privaten Investoren finanziertem Spielfilmdebüt legte er den Grundstein aller nachfolgenden, modernen Zombiefilme. Trotz dem geringen Budget, einfachsten Mitteln, der Aufteilung aller Arbeiten (wie Drehbuch, Regie, Kamera und Schnitt) an sich selbst, und der Hilfe von seinen Freunden und Bekannten, die als Darsteller agierten, schuf Romero damals einen bis dato so noch nie gezeigten Horrorfilm, der so manch einem Zartbesaiteten etwas auf den Magen schlug. Lebende Tote, die in Großaufnahme herzhaft in Körperteile beißen wie unser einer mit Appetit eine Schweinshaxe verdrückt war damals noch nicht Jedermanns Sache. Auch die Szene wo das kleine Mädchen äußerst blutrünstig ihre eigene Mutter abschlachtet ist nichts für schwache Nerven. Auch wenn es schon vorher Zombies in anderen Filmen gab, so war dieser hier dann doch etwas Besonderes und das ist er auch bis heute. Nicht umsonst ist der Kultfilm im National Film Registry – der Filmsammlung des Museum of Modern Art, eingetragen. Absolut hervorragend ist die 1.500 US-Dollar teure, fantastische Hintergrundmusik, die sehr zu der düsteren, bedrohlich-gruseligen Stimmung beiträgt. Gut, der damalige, fast schon skandalöse Schocker, kann heute mit der modernen Technik nicht mehr ganz so schockieren, vor allen Dingen wenn man sich die ach so furchterregenden Zombies mal genauer ansieht. Langsam, mit richtig steifem Gang herum wandelnd, die Hände nach vorne gestreckt und starrem Blick, genau so wie man sich einen klassischen Zombie halt so vorstellt. Richtig witzig. Der erschreckende Schluss bietet dann noch mal eine unerwartete Überraschung und der letzte Nachspann wo man eben dann sieht wie die Leichen zusammen getan und verbrannt werden ist auch nicht ohne! Auch wenn es heute wesentlich „bessere“, härtere und gruseligere Zombieschocker gibt, so sollte jeder Genrefreund diesen Klassiker auf jeden Fall einmal gesehen haben!
Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei etlichen Labeln wie CMV-Laservision, Astro, Laser Paradise, Marketing Film, Carol Media, M.I.B., Starmedia und X-Rated in unzähligen auflagen auf DVD erschienen. Der Film wurde mittlerweile nachcoloriert und ist bei KSM als günstiges 3 DVD-Steelbok zu haben. Das beste Bild hat meiner Meinung nach die DVD von CMV-Laservision.
Filmbewertung
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Weitere Kommentare zum Film
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| Wollo, 19.08.08 |
| Dieser Streifen setzte nicht nur neue Maßstäbe, er revolutionierte den Horrorfilm wie kaum ein anderes Werk in der (neueren) Geschichte des Genres, muss man sagen. Denn das Entscheidende ist, der Schrecken, den Romero heraufbeschwört, erwächst aus der Mitte der Zivilisation. Seine "Monster" sind keine dämonischen Überwesen wie es beispielsweise ein Dracula ist, sondern Durchschnittsamerikaner, die sich aus unerklärlicher Ursache (alle Erklärungsversuche bleiben letztlich auch solche, und das ist gut so) aus ihren Gräbern erheben und sich auf die Hatz nach dem warmen Fleisch der Lebenden machen. Was den Film aber vielleicht in noch höherem Maße von anderern und ähnlich gelagerten Streifen unterscheidet, ist der folgende Punkt: Romero lässt nicht seine sämtlichen Opfer den "Zombies" zu solchen fallen, stattdessen ist es dem schwelenden Konflikt der Menschen untereinander geschuldet, dass keiner der Eingeschlossenen davon kommt und dieser Film somit so gnadenlos pessimistisch ausfiel. Ben, der als letzter der Gruppe überlebt, wird am Ende von einer Bürgerwehr abgeknallt, die sich gar nicht erst die Mühe macht zu unterscheiden, ob jemand noch "lebt" oder bereits "untot" ist. Wer außerhalb der Gruppe steht, ist grundsätzlich sowieso verdächtig, und so endet der arme Ben schließlich auf dem gleichen Scheiterhaufen wie jene, gegen die er sich eigentlich erfolgreich zur Wehr setzte. Und schwarz ist er auch noch! Man mus sich vor Augen halten, dass dieser Film 1968 realisiert wurde, da war es noch längst nicht selbstverständlich, dass der Held eines US Kinofilms ein Schwarzer war. Romero realisierte einen Rundumschlag gegen die westliche und die amerikanische Gesellschaft im besonderen, der er als verlogen, paranoid, rassistisch und konsumgesteuert einen Spiegel vorhielt. "Night of the living Dead" war der Wegbereiter für eine ganz neue Generation von "phantastischen" Filmen mit kritischem Unterton, eine Vision des Schreckens, die an den Grundzügen der Existenz kratzt. Übertroffen werden konnte der Film in Machart, Bildsprache und subtiler Kritik erst zehn Jahre später, und zwar wiederum von Romero selbst und seinem Film "Dawn of the Dead", der quasi eine Fortsetzung von "Night of the living Dead" darstellt. Alle späteren Filme Romeros konnten es nicht mehr mit diesen beiden Filmen aufnehmen, ansatzweise noch "Day of the Dead", auf keinen Fall aber "Land of.." und noch weniger "Diary of...". Ich kann nur sagen, ich lieben diesen Film!!! |
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