Das Rätsel der unheimlichen Maske
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Inhalt
Während der Uraufführung einer neuen Oper von Lord Ambrose d'Arcy im Londoner Opernhaus wird ein Bühnenarbeiter erhängt und schockiert das Publikum. Da sich bereits zuvor einige seltsame Dinge ereignet haben, lehnt die Sängerin weitere Vorführungen ab. Als Ersatz wird die junge Christine Charles ausgewählt, doch der unmoralische Lord d'Arcy knüpft eine Bedingung an den Vertrag, der Christine nicht nachgehen will. Harry, der sich für Christine einsetzt, wird ebenfalls entlassen. Durch Zufall entdeckt Harry, dass Lord d'Arcy nicht der wahre Komponist der Oper ist, sondern Professor Petrie, der bei einem Brand angeblich ums Leben gekommen ist. Dem geht Harry nach, doch kurz darauf verschwindet Christine. Sie wurde von einem Zwerg entführt und zu Professor Petrie gebracht, der nun in den Katakomben der Londoner Oper haus. Er war von Christines Stimme so verzaubert, dass er sie unterrichten will, um sie zu wahrer Perfektion zu bringen. Bei seinen Recherchen an der Themse hört Harry ihre Stimme aus einem Wasserablauf. Er geht der Musik nach und findet sie. Auch erfährt er, dass Professor Petrie einst Lord d'Arcy die Veröffentlichungsrechte für seine bislang unbekannten Stücke für 50 Pfund überließ. Lord d'Arcy ließ diese jedoch unter seinem eigenen Namen drucken. Beim Versuch die Drucke zu verbrennen kam es zu einem Feuer und Professor Petrie verätzte sich sein Gesicht und stürzte in die Themse, wo er von dem stummen Zwerg gerettet wurde und sich seitdem in den Katakomben verbirgt. Er unterrichtet Christine mit ihrer Zustimmung. Wenige Wochen später wird die Oper erneut vorgeführt, wobei ...
Kommentar
Nachdem Hammer bereits vier der klassischen Universal Monster (Dracula, Werwolf, Frankenstein und Mumie) verfilmt hatten, ist das Phantom der Oper nach einem Roman von Gaston Leroux nun das fünfte Monster, welches eine Neuverfilmung wiederfuhr. Dabei hatte Universal nach dem Stummfilm-Erfolg von 1925 mit Lon Chaney den Film 1943 nochmals in Farbe und mit Ton verfilmt. Von der Ausstattung ist die Hammer Produktion etwas dürftiger ausgefallen, das Budget war mit 150.000 Pfund jedoch auch sehr gering angesetzt. Dennoch können die Kulissen überzeugen und schaffen eine Hammer typische Gruselatmosphäre. Die Hauptrolle des Phantoms wurde ursprünglich für Cary Grant geschrieben, da er zuvor verlauten ließ, er wolle gerne mal in einem Hammer Film mitspielen. Letztendlich bekam aber Herbert Lom (Hexen bis aufs Blut gequält) die Rolle, da Cary Grant abgesagt hat. Da das Gesicht des Phantoms hinter einer Maske verborgen ist, konnte er nur mit seiner Gestik und seiner Stimme agieren, was ihm gut gelungen ist. Das Phantom ist hier selbst ein tragisches Opfer und kommt sehr viel sympathischer als bei anderen Verfilmungen davon. Die Morde und Entführung von Christine wird durch seinem Gehilfen, einem Zwerg, erledigt. Sein Gegenspieler und der eigentliche Schurke ist der Lord d'Arcy, der seine Situation schamlos ausnutzte und Petries Werke als eigene ausgab. Er wird durch Michael Gough (Konga, Black Zoo) sehr unsympathisch und hochnäsig dargestellt und kommt am Ende des Films sogar noch ungestraft davon. Hierzulande ist der Film leider nahezu unbekannt, da er bisher nur einst im Kino gelaufen ist und sonst nicht mehr gezeigt wurde. Die deutsche Tonspur gilt derzeit als verschollen. Dennoch wurde der Film von Koch Media in Deutschland mit sehr gutem Bild und englischem Originalton mit deutschen Untertiteln veröffentlicht. Aber auch in dieser Fassung ist der Film absolut sehenswert. Die gefühlvolle Geschichte, die Musik, die tollen Kulissen und die gut gewählten Darsteller machen den Film zu einem Hochgenuss für jeden Hammer-Fan.
Filmreview von: Marcus Littwin / Alle Reviews von Marcus Littwin
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Veröffentlichungen
Der Film ist bei Koch Media unter dem Titel "Das Phantom der Oper" auf Englisch mit deutschen Untertiteln auf DVD erschienen.
Filmbewertung
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