Zombies unter Kannibalen

Originaltitel: Zombi Holocaust
Alternativtitel: Doctor Butcher M.D.
Dr. Butcher M.D.
Island of the Last Zombies
Medical Deviate
Queen of the Cannibals
Zombie 3
Zombie Holocaust
Zombie Inferno
Zombie Kannibalen
Zombies - Cannibal Ferox
Herstellungsland: ItalienItalien
Erscheinungsjahr:  1980
Regie: Marino Girolami

Darsteller

Figur

Ian McCulloch  Dr. Peter Chandler
Alexandra Delli Colli  Lori Ridgeway
Sherry Buchanan  Susan Kelly
Peter O'Neal  George Harper
Donald O'Brien  Dr. Obrero / Dr. Butcher
Dakar  Molotto
Walter Patriarca  Dr. Dreylock
Linda Fumis  Medizinstudent
Franco Ukmar  Zombie
Giovanni Ukmar  Fahrer
  
Genre: Kannibalen, Zombies, Splatter
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Inhalt

In einem Krankenhaus in New York geschehen seltsame Dinge. Immer wieder verschwiden Körperteile von frischen Leiche, manchmal auch ihre Organe. Klinikleiter Professor Drydock versucht zusammen mit Lori Ridgeway - seine Assistentin und Antropologin - den Dingen auf den Grund zu gehen. Prompt erwischt man den von den Molukken stammenden Turan - ein weiterer Gehilfe des Professors - wärend er sich einem frisch ergaunerten Herzen ergötzt. Aus Schmach wählt dieser den Freitod. Kurz vor seinem Ableben haucht er noch das ihn Kito zu dieser Tat getrieben hat. Wer oder was ist dieser Kito? das möchte auch Dr. Peter Chandler gerne wissen, einem FBI-Agenten der Gesundheitsbehörde. Seit einiger Zeit geschehe ähnliche Vorfälle in den gesamten Vereinigten Staaten, von der öffentlichkeit bisher unbemerkt. Lori Ridgeway bringt Chandler auf einen kanibalischen Opferkult der auf einer Molukkeninsel beheimatet ist.
Um den Dingen auf den Grund zu gehen beschließt Chandler, sich besagte Insel einmal aus der Nähe anzusehen. Mit von der Partie sind Lori, Chandlers Kollege George Harper sowie dessen Freundin Susan Kelly die zufällig Reporterin ist und sowieso eine Story über diese Vorkommnisse schreiben wollte. Man begibt sich in besagte Inselregion wo man zuerst um Rat bei Dr. O'Brien sucht, einem Chirug der in dieser Gegend sein Können den "armen Wilden" zur Verfügung stellt. Er stellt ihnen Molotto als Führer sowie einige Träger zur Verfügung. Man sticht in See, doch leider komt es kurz vor erreichen des Zieles zu einer Panne des Motors. Also wird auf der Nachbarinsel ein Nachlager aufgestellt. Alles scheint zuerst ganz freidlich doch schon nach kurzer Zeit kommt einer der Träger nicht mehr zum Lager zurück. Man hört nur ein furchbares Kreischen... schon nach kurzer Zeit steht fest dass man es auf dieser Insel mit Kannibalen zu tun hat die auf das Fleisch der Expedition abgesehen hat. Die einzige Hoffnung bleibt eine kleine Hütte zu der sich die Gruppe durchschlagen muss weil hier Hilfe von Dr. O'Brien wartet, den man über Funk erreichen kann. Was folgt ist ein Blutiges Katz und Mausspiel mit den fleischhungrigen Kannibalen. Und da wären ja noch diese sonderbaren Kreaturen die auch noch auf der Insel herumlaufen. Wie heißen sie denn noch...ach ja...Zombies.

Kommentar

Bei diesem Film bleibt Kein Auge trocken. Selten habe ich mich bei einem Film derart köstlich amüsiert. Was uns da Marino Girolami von Regiestuhl her serviert, ist Exploitation wie aus dem Lehrbuch. Man nehme Zombies die 1980 gerade groß in Mode waren und füge eine große Prise Kannibalismus hinzu (was ja in dieser Zeit bei den Italienern gerade DER Renner war) und rühre einmal um. Um diese zwei Bestandteile wurde nun mit dem Vorschlaghammer eine Story gekloppt, die vorne und hinten nicht stimmig ist. Also mißachte man beim Genießen dieses Kleinodes am besten die Logik. Die Dialoge, insbesondere die deutschen, hauen dem Fass den Boden heraus. Als Entschädigung dafür wird dem Publikum Gore und Gemetzel im Überfluss geboten.
Die Effekte meinen es dabei oft besser als sie es sind. Man darf nicht zu genau hinschauen, sonst geht der ganze Zauber verloren. Besonders amüsant ist hierbei die Selbmordszene, in der sich ein Molukkischer Student in New York via Fenstersprung das Leben nimmt. Die Kamera hält dabei natürlich voll drauf. Dumm nur, dass bei dem Aufprall der Schaufensterpuppe ein Arm im hohen Bogen davon fliegt.
Wirklich gut gefallen hat mir bei dem Film die Musik, die auch viel zur Stimmung des Filmes beiträgt. In der deutschen Fassung schien den Verleihern eine Szene scheinbar nicht grausam genug. Man lies einfach passend zur gruseligen Musik einen Mann "Blut! Zombies! BLut! Töten!" in das Mikrofon kreischen. Der selbe Wortlaut wurde übrigens in Der Turm der lebenden Leichen verendet, um ihn in leicht abgewandelter Synchronisation als "Schreckensturm der Zombies" noch einmal dem Publikum zu servieren. Ein wenig nervig ist das Sybol der Kito-Sekte. Immer wenn es irgendwo im Film auftaucht, dann gibt es einen schnellen Zoom auf das Zeichen und es ertönt ein hoher Ton. Dies geschieht alle paar Minuten und nach und nach fängt es an zu nerven.
Alles in allem ist dieser Film ein riesen Spaß, wenn auch von der sehr blutigen Sorte. Der Titel hält was er verspricht, daher kann man nicht Meckern. Zusammen mit vielen unfreiwillig komischen Szenen ein gelungener Spaß, wenn man sich nicht allzu dolle vor Blut und Eingeweiden ekelt.
Zum Schluß noch etwas Wissenswertes: Regisseur Jörg Buttgereit (Nekromantik, Der Todesking) hat 2005 für den WDR eine Hörspieladaption des Filmes unter dem Namen "Video Nasty" Produziert. In dem Hörspiel hat sich ein junges Paar in den 80ern gerade den ersten Video-Aparat ihres Lebens gekauft und in der Videothek eben "Zombies unter Kannibalen" ausgeliehen.

Filmreview von: schnuff / Alle Reviews von schnuff

Veröffentlichungen

Der Film ist in mehreren Auflagen auf DVD erschienen, u.a. bei Dragon Film Entertainment, KSM, Laser Paradise, Screen Power, NSM Records und XT Video. Die ungekürzte Fassung ist beschlagnahmt, es gibt aber auch gekürzte FSK 16 Fassungen. Auf Super 8 ist er bei Piccolo Film als Zweiteilige Schnittfassung mit je ca. 110 m erschienen. Der Schnitt ist hier optimal angelegt und nimmt dem Film alle Längen, die Auflage ist jedoch ein extrem seltenes Sammlerstück und wird zu horrenden Preisen gehandelt.

Filmbewertung

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Filmtitel: Zombies unter Kannibalen
Zustand: Gut | Medium: Soundtrack

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Weitere Kommentare zum Film

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Berti, 25.09.09
Also ich fand den Film auch witzig. Gedärme- Fetischisten kommen auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Hier war wirklich absolut nichts Gruselig oder wirklich eklig weil man immer wieder sieht dass mit Puppen gearbeitet wurde. Die Effekte sind total billig und echt nur zum schmunzeln. Ein paar der besten Szenen sind die als ein Kannibale dem Mann die Augen raus nimmt um sie dann genüsslich zu essen oder als einem Zombie der Kopf mit einem Schiffsmotor zerfetzt wird. Was mit auch gefallen hat ist der Typ der mit der Perücke der Reporterin rum rennt wo noch ihre Kopfhaut dran hängt. Die komischen Zombies die aussehen als hätten sie irgendeine Pampe im Gesicht kämpfen im Labor und bewegen sie sich normal schnell. Wenn sie gehen strecken sie aber klassisch die Hände nach vorn. Gut war dass sich der ganze Film praktisch ohne Längen nur um die Kannibalen dreht. Dafür ist der Titel meiner Meinung nach aber zu übertrieben und unpassend weil es sich eben nicht hauptsächlich um die Zombies (die total harmlos sind) sondern um die Menschenfleischfresser dreht. Was ich total ätzend fand ist die deutsche Synchro die stellenweise ausgetauscht wurde gegen andere Sprecher! So wechseln diese oft mitten im Satz wo zwei verschieden Stimmen zu hören sind wobei eine davon – egal ob bei Mann oder Frau- eine Billigversion ist die lieblos herunter gelesen wurde. Wie sich das so gehört in so super trashigen Schmuddelfilmchen dürfen natürlich ein paar nackte Brüste nicht fehlen. Doch was ich überhaupt nicht verstanden hab ist zu Beginn als die Frau sich eine Kerze für eine Zeremonie anzündet und sie das Fleisch im Kühlschrank hat als sie plötzlich von der Reporterin gestört wird. Da wird nicht näher mehr drauf eingegangen. Und was hat es dann zum Schluss mit dieser Zeremonie auf sich? Und was geschieht dann mit den Beiden? Warum wird die Frau verschont? Ist sie selbst Kannibale?? Ansonsten nettes Filmchen für Zwischendurch
 
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