Roter Drache
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Inhalt
Will Graham ist ein ehemaliger FBI-Agent mit großem, psychologischem Einfühlungsvermögen, der seinen Dienst beim FBI quittierte, nachdem er bei der Festnahme des berühmt berüchtigten Serienmörders Dr. Hannibal Lecter von diesem fast umgebracht wurde. Nur knapp dem Tod entgangen bringt Graham den grausamsten Serienmörder der USA in ein Gefängnis für geistesgestörte Kriminelle und zieht mit seiner Familie weg. Drei Jahre später jedoch wird er von seinem ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten, Jack Crawford, um Hilfe in einer neuen, furchtbaren Mordserie gebeten. Ein Serienkiller, dem die Presse den Namen „Die Zahnfee“ gegeben hatte, fällt in Vollmondnächten über schlafende Familien her und hinterlässt eine grauenhafte Spur des Schreckens. Graham, der den Auftrag annimmt, ist nun auf die Hilfe seines Erzfeindes, dem Psychopathen und forensischen Psychiater, Dr. Lecter angewiesen, um sich mit dessen Hilfe besser in die völlig kranke und geistesgestörte Psyche des Killers versetzen zu können. Lecter hilft ihm zwar scheinbar, verfolgt aber seine eigenen Pläne mit dem gefährlichen Killer. Als er durch einen Trick an die Privatadresse von Graham und seiner Familie kommt, kontaktiert er unter einer verschlüsselten Zeitungsanzeige den Zahnfee-Killer um sich mit ihm an Graham für seine Verhaftung zu rächen. Graham und seine Familie sollen sterben, was der große Fan des „Kannibalen“ ihm nur zu gern erfüllen möchte. Können Graham und Crawford die Anzeige noch rechtzeitig entschlüsseln? Sich und seine Familie in Sicherheit bringen oder werden sie selber auch Opfer vom großen, roten Drachen?
Kommentar
„Roter Drache“ (Romanvorlage von Krimiautor Thomas Harris) ist ein gelungenes Remake von Michael Mann`s 1986 gedrehten „Blutmond“ – oder „Manhunter“ (alternativer Titel: Roter Drache), der jedoch nicht sonderlich erfolgreich war und gegenüber der Romanvorlage auch ein geändertes Ende aufwies. In seiner Version damals waren William L. Petersen als FBI Agent Will Graham und Brian Cox als Dr. Hannibal Lecter zu sehen. In der verbesserten Neuverfilmung von Regisseur Brett Ratner schlüpft Sir Anthony Hopkins nun zum 3. Mal in die Rolle des Hannibal, dem „bösesten Schurken der Filmgeschichte“, wozu ihn das American Film Institute im September 2004 offiziell ernannte. Für den britischen US-amerikanischen Schauspieler ist die Darstellung der psychopathischen Romanfigur die Rolle seines Lebens, mit der er weltweiten Ruhm erntete und dafür sogar seinen ersten Oscar entgegen nehmen konnte. Obwohl sein Name groß auf dem Kinoposter zu sehen ist, spielt der hervorragende Schauspieler hier eigentlich nur eine schaurige Nebenrolle. Wenn der Film chronologisch auch vor dem genialen „Das Schweigen der Lämmer“ spielt, sieht Hopkins witzigerweise auffallend älter aus, was einfach auf der Tatsache beruht, dass der Film erst 11 Jahre später gedreht wurde. Er entstand übrigens als Prequel zu „Das Schweigen der Lämmer“ und Hannibal. „Roter Drache“ ist somit der erste Teil oder auch die Vorgeschichte der gruseligen Hannibal Lecter-Trilogie, in dem einfach erzählt wird, wie alles begann. In weiteren Nebenrollen des mehrfach ausgezeichnet und nominierten, außergewöhnlich intelligenten Horror-Thrillers agieren Stars wie Harvey Keitel (Pulp Fiction, From Dusk Till Dawn), Emily Watson oder der mit dem Oscar ausgezeichnete Philip Seymour Hoffman. In den Hauptrollen glänzen Edward Norton (Fight Club) und der coole Ralph Fiennes, der im vierten Teil der Harry-Potter-Reihe die Rolle des Lord Voldemort, Harry Potters Erzfeind, inne hatte. Die geile Rücken-Tätowierung ist übrigens ein von William Blake in verschiedenen Variationen gemaltes Aquarell, das sich im New Yorker Brooklyn-Museum befindet. Auch wenn es hier nicht soviel Blut und Innereien wie in Hannibal gibt, ist er nicht minder spannend. (Jodie Foster spielt hier natürlich nicht mit, weil sie von der Handlungszeit der Story ja noch in die Highschool gehen würde). In diversen deutschen Buchauflagen wurde der „Zahnfee“ genannte Serienmörder als „Zahnschwuchtel“ bezeichnet, weil das englische Wort Fairy nicht nur Fee sondern auch die doppelte Bedeutung Schwuler oder Tunte hat, was der Übersetzer aber nicht kannte. Interessant zum Schluss ist noch zu erwähnen, dass die letzte Szene des Filmes einen Übergang zu „Das Schweigen der Lämmer“ darstellt, in dem der Gefängnisdirektor Dr. Chilton dem Dr. Lecter ein paar Jahre später mitteilt, dass ihn eine junge FBI-Agentin sprechen möchte...Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist in mehreren Auflagen bei Universal auf DVD erschienen. Universal veröffentlichte ihn auch auf HD DVD.
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Hannibal Rising - Unrated - Steelbook - Single Edition
Stand: 08.02.2012 14:09:32 |
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| Staudenmaier007, 11.01.10 |
| Ok - ja ganz OK - mehr kann man zu den Film nicht sagen. Kein Meisterwerk wie damals "Schweigen der Lämmer" das konnte man selbst nicht mit diesem Staraufgebot reproduzieren aber für einen grusligen Abend sollte es reichen.......... 4/5 Skulls. |
| Lycana6393, 05.02.10 |
| Ein klasse film. Ist echt gut gelungen. Kommt natürlich nicht an schweigen der lämmer ran, aber ich finde, das alles passt. die Story ist gut, die effekte ebenfalls und ich liebe das ende. Den kann man sich bei einem videoabend mit freuden richtig gut vor schweigen der lämmer angucken, denn der übergang ist nahtlos. Anthony Hopkins ist, wie immer, grandios, aber alle rollen sind klasse besetzt. von mir bekommt er 5 schädel. |
| Staudenmaier007, 31.01.11 |
| Naja eine gelungene Besetzung ist kein Garant für einen tollen Film. Fiennes kann in seiner Rolle kaum an seinen Part in "Der englische Patient" oder "Schindlers Liste anknüpfen und Norton bleibt ziemlich hinter "Fight Club" oder "American Akte X" zurück. Die Story ist einfach zu dünn - gerade als "Der rote Drache" hinter Grahamns Familie her ist (was schon vorhersehbar war) kommt nicht ansatzweise die Art Panik auf die bei "Ein Köder für die Bestie" oder dem Remake "Cape Fear" rüber gebracht wurde......... Inzwischen muss ich sogar meine Wertung nach unten hin korrigieren. So bleiben nur noch 3 wackelige Reisszähne in "Tantchens" gebiss übrig. |
| Gruselmonster, 26.05.11 |
| Reicht zweifellos nicht an "Das Schweigen der Lämmer" heran, ist aber dennoch ein herausragender Thriller, den ich mit viel Vergnügen gesehen habe. Die Schauspieler spielen alle sehr gut, Anthony Hopkins hat zwar eigentlich nur eine Nebenrolle, aber allein dieser Gesichtsausdruck im Konzert... unnachahmlich. Sehr beeindruckend fand ich Emily Watson als die blinde Reba. Sie hat den suchenden, starren Blick sehr gut hingekriegt, hab mich erst gefragt, ob sie vielleicht wirklich blind ist. Was mich ein bisschen gestört hat, ist dass die Intention und Psyche der "Zahnfee", obwohl sie ja eigentlich im Mittelpunkt steht, meiner Meinung nach nicht vollständig aufgeklärt wird. Darauf wird lange Zeit hin gearbeitet, aber entweder ich habe es einfach nicht mitgekriegt oder aber es wird tatsächlich nicht erklärt, warum er gerade auf diese Art und Weise seine Verbrechen begeht (gut, im Groben und ganzen wird es natürlich schon deutlich, aber wieso z.B. braucht er das "Publikum"?). Auch warum der Mond so eine große Rolle für ihn spielt (wegen der Verwandlung?) wurde mir nicht ganz klar. Ich habe mir die Bücher zu den Filmen gekauft und werde mal sehen, ob das da klarer wird. Insgesamt ein sehr packender und toll besetzter Psychothriller, weshalb er unabhängig vom Schweigen der Lämmer volle Punktzahl, äh, Schädelzahl von mir kriegt. |
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