Verdammt, die Zombies kommen
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Inhalt
Eine Gruppe junger Punks liebt es Partys zu feiern und am liebsten in der Gruppe. Darum beschließen Trash, Spider, Suicide und Co, dass sie heute Abend richtig einen drauf machen wollen. Leider fehlt einer der Freunde, da er, wie die meisten von ihnen finden, einer spießerischen Tätigkeit nachgeht, der Arbeit. Also machen sich die Freunde auf den Weg zu ihm, doch da er erst in ein paar Stunden aus hat, brechen sie kurzer Hand einen nahe gelegenen Friedhof, der geschlossen wurde, auf und machen es sich gemütlich. Während dessen erlebt Freddy seinen ersten Arbeitstag.
Freddy hat, trotz seiner Punküberzeugung beschlossen, einer geregelten Tätigkeit in einem Depot für medizinische Güter nachzugehen und zwar als Lagerarbeiter. Da der Chef des Depots früher Schluss macht, bekommt Freddy von Frank, seinem Vorgesetzten, eine besondere Rundführung. Das Lager beinhaltet wirklich viel, von jegliche Art von Säuren und Prothesen, bis hin zu Leichen. Um Freddy ein bisschen zu erschrecken, erzählt Frank ihm eine unheimliche Geschichte über die Wahrheit hinter dem Film "Night of the Living Dead".
Die Geschichte geht über eine merkwürdige Chemikalie, die Tote als Zombies in das Leben zurück ruft und dass die Zombies nicht wie bei Romeros Werk langsam, sondern schnell wären, reden können und intelligent sind. Eine Gemeinsamkeit bleibt allerdings, sie würden auch Menschen essen. Total erschrocken von der Geschichte fragt Freddy Frank, ob an der Geschichte was wahr wäre und wird in das Geheimnis des Depots eingeweiht. Diese besagte Chemikalie wurde danach in verschiedenen Depots zwischengelagert, um sie danach wieder zu holen und sie zu vernichten, nachdem der Skandal von damals vertuscht wurde. Aber es wurden einige Fässer vergessen und diese stehen genau ein Geschoss unter ihnen. Ungläubig will er die Fässer sehen und beide gehen runter, um sich diese ansehen. Erschreckt stellt Freddy fest, dass es die Fässer wirklich gibt und bemerkt, dass eines der Fässer undicht zu sein scheint. Da Erwachsene Jugendlichen meistens nicht glauben, führt Frank ihm gleich die Stabilität vor. Pech für beide, dass Freddy recht hatte und das Gas, welches mit dem sich nun zersetzenden Zombie ausweicht und beide ausknockt.
Als beide wieder zu sich kommen, fühlen sie sich schrecklich und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, fangen halbe Hunde an zu bellen und die Leiche aus der Tiefkühlkammer ist auf einmal auch erschreckend lebendig. Panisch wird der Chef hergerufen, dem eines gleich klar ist: "Der Zombie muss weg". Dies wird schwieriger als geplant, da der berüchtigte Hirntot nicht hilft und auch zerstückeln bringt den Zombie nicht wieder unter die Erde. Zum Glück kennt der Chef einen alten Bekannten, aus einem nahe gelegenen Krematorium. Nachdem man sich nach langem rumdrucksen entschließt, den Besitzer Ernie mehr oder minder freiwillig einzuweihen, verbrennt dieser die Leichenteile. Ein schwerer Fehler, den der Regen wäscht die ganze Asche direkt auf den Friedhof, wo Freddys Freunde warten und feiern. Schnell stellen alle fest, die Zombies sind los und flüchten. Doch kann man einer praktisch unsterblichen Horde Zombies Herr werden?
Kommentar
John A. Russo, der einst mit George A. Romero das Skript zu „Night of the Living Dead” beisteuerte, verfasste unter dem Titel "Return of the Living Dead" ein sehr gutes, aber auch ernstes Drehbuch. Als er es las, wollte Produzent Tom Fox (bekannt unter anderem durch den Film "Madhouse") dieses Drehbuch haben und kaufte die Rechte. Er bot es daraufhin dem „Alien“-Autor Dan O´Bannon an. Nachdem er das Drehbuch durchgearbeitet hatte, kam er zu dem Schluss, dass der Film viel zu stark an Romeros Film erinnerte und änderte die Story auf eine tief schwarze Zombie-Komödie. 1985 drehte er diesen Film zu Ende, so dass er im selben Jahr noch erscheinen konnte.Mit diesem Film formte O`Bannon das Horrorgenre neu und schuf die erste Zombiekomödie, die es bis dato gab. Vor allem aber brachte er einige ganz neue Ideen in das Zombiegenre, was viele Zombies vorher noch vom Zuschauer belächeln lies. Nämlich der Hirntot und die Geschwindigkeit! Damit zu brechen war damals revolutionär, denn was wäre, wenn man nicht mehr einfach einem Zombie durch zügiges laufen schon entweichen könnte? Man wäre verloren und die Zombies fast übermächtig. Das einzige was nun außer die Erwähnung von „Night of the Living Dead” und die Zombies noch an den Film Romeros erinnert, dürfte das Ende sein. Die gesamte Story an sich ist schön gemacht und lustig, auch wenn man ein wenig viel Zeit mit der schlechten Ehe des Cornels verfilmt hat. Auch erwähnenswert wäre an dieser Stelle noch, dass es sich hier keineswegs um stupide, untote Kannibalen handelt, sondern um Hirne als Schmerzmittel benutzende tote Freaks, die sprechen können. An sich kann man diesem Film nichts Schlechtes nachsagen, vor allem wenn man die Spezialeffekte im Bezug auf das mehr als nur knappe Budget sieht und bedenkt, dass es über 20 Jahre her ist, seid er entstanden ist. Dies ist natürlich vor allem Dan O'Bannon zu verdanken, der ein wahres Genie ist, was man an seinen anderen Werken wie auch an diesem hier sehr gut sehen kann. Unter anderem schrieb er für einige John Carpenter Filme das Drehbuch, wie auch zu anderen berühmten Filmen, wie z.B. "Total Recall - Die totale Erinnerung", "Screamers", "Lifeforce" und auch zum berühmten Zeichentrick "Heavy Metal". Außerdem kann man ihn noch zu einem der besten SFX-Künstler der Welt hin zu zählen. Er hat unter anderem, bei Star Wars mit gearbeitet, was eigentlich schon alles sagt für Kenner der SFX-Szene.
In Deutschland war der Film zwar beliebt, aber leider auch gekürzt. Als er damals in die Kinos kam, als Zombieschocker, vom mit Drehbuchautor von "Night of the Living Dead", war schon klar, dass er einfach Erfolge feiern musste. Leider wurden aber noch vor Kinostart zwei Minuten des Films geschnitten und später wurde der Film auch gleich indiziert, trotz Kürzung. Aus damaliger Sicht lässt sich dies noch gerade so vertreten, aber dass man sogar heutzutage bei einer Nachprüfung ihn noch immer auf dem Index stehen lässt, ist einfach nicht verständlich. Der Film lebt nicht von Ekeleffekten und ist einfach nur lustig gemacht. Schon allein wie ein halber Hund von der Größe einer Handtasche einen anbellt oder wenn ein vertrockneter Zombiefrauenoberköper ein Tiefgehendes Gespräch über den Tod mit dem Leichenbestatter hält und dabei wie ein Hund mit dem Rückrad wackelt. Aber der Film hat auch kleine Seitenhiebe an die damalige Regierung, wie durch das Ende, was die damalige Überaktivität der Regierung wiederspiegelt, so wie die damals gefundenen Giftmüllfässern des Militärs, die sie einfach an einer Küste vergessen hatte, nach dem das dortige Lager geschlossen hatte.
Kommen wir zu den Schauspielern, die dem Film erst das gewisse Etwas verleihen. Clu Gulager, der in diesem Film Burt Wilson, den Chef des medizinischen Depots spielt, ist ein Multitalent, das noch kein Genre ausgelassen hat. Von anderen Horrorfilmen, wie "Nightmare in Elm Street 2", Western wie "Wanted: Dead or Alive", Krimis wie "The Killers" oder Komödien wie "Beaves and Butt-Head". Aber auch seine Schauspielerkollegen können sich sehen lassen. James Karen als Frank macht auch eine gute Figur als selbst beherrschter Zombie, der aus Liebe stirbt. Er ist unter anderem auch in den Filmen "Superman Returns", "Behind Enemy Lines" und "Piranha" zu bewundern. Don Calfa als Ernie Kaltenbrunner ist auch eine tolle Figur des Films und außerdem spielt er noch in "Hochzeit mit Hindernissen" mit.
Abschließend noch eine persönliche Anmerkung. Dieser Film gehörte zu den Überraschungskäufen meines Lebens. Selten hat ein Film mich so begeistert, von dem ich zuerst eigentlich eine Enttäuschung erwartet hatte. Ein durchgehend schwarzer Humor und absolut schräge Figur zeichnen diesen Film aus und wenn ich den Film jetzt, wo ich ihn gesehen habe, noch nicht hätte, würde ich ihn sofort kaufen! Wer gute Horrorkomödien mag, für den ist die erste Zombiekomödie ein Muss.
Filmreview von: ItsJustAMovie / Alle Reviews von ItsJustAMovie
Trailer zum Film
Veröffentlichungen
Der Film ist bei MGM in mehreren Auflagen auf DVD erschienen. Hierbei ist die FSK 16 Fassung gekürzt!!! Daneben gibt es noch zwei Bootlegs von Cosmo und Movie World.
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Weitere Kommentare zum Film
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| schnuff, 13.07.08 |
| Ein echter Kracher. Habe mich köstlich amüsiert. Ich kann den Film jedem der Schwarze Horrorkomödien mag nur wärmstens empfehlen. Der Film überrascht mit einigen wirklich gelungenen Ideen. Besonders gefallen hat mir dass die Zombies in diesem Film sprechen konnten, wodurch sich einige ziemlich lustige Szenen ergaben. So sprcht etwa eine Zombie - nachdem er das Gehirn eines Sanitäters verspeist hat in das Mikro des Krankenwagen-Funkgerätes: "schickt mehr Sanitäter"... unsereins würde halt 'ne Pizza bestellen :-) |
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