Krieg der Welten

Originaltitel: War of the Worlds
Herstellungsland: USAUSA
Erscheinungsjahr:  2005
Regie: Steven Spielberg

Darsteller

Figur

Tom Cruise  Ray Ferrier
Miranda Otto  Mary Ann Ferrier
Tim Robbins  Ogilvy
Dakota Fanning  Rachel Ferrier
Justin Chatwin  Robbie Ferrier
Rick Gonzalez  Vincent
Lisa Ann Walter  Barkeeperin
Amy Ryan  Nachbarin mit Kleinkind
Yul Vazquez  Julio
Lenny Venito  Manny der Mechaniker
Ann Robinson  Großmutter
  
Genre: Science-Fiction, Action
Sequels: Kampf der Welten (1953)
Krieg der Welten - Staffel 2 (1989)
Krieg der Welten (2005)
Krieg der Welten 2 - Die nächste Angriffswelle (2008)
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Inhalt

Der geschieden Ray fühlt sich von seinen beiden Kindern, die er nur noch am Wochenende sieht, genervt. Da er mit ihnen nicht so gut umgehen kann, versucht er sich vor jeder Verantwortung zu drücken. Eines Tages als er die Kinder mal wieder übers Wochenende hat, passiert plötzlich Unglaubliches! Mit einer Serie seltsamer Blitzeinschlägen, die die gesamte Stromversorgung lahm legt und die ganze Erde beben lässt, erhebt sich mitten in der Stadt eine gigantische, dreibeinige Kampfmaschine aus dem Boden! Während die Menschen völlig ahnungslos waren, wurden sie die ganze Zeit von einer außerirdischen Lebensform beobachtet, die ihnen technologisch weit überlegen ist. Durch die Blitze sind die Aliens in kleinen Kapseln in die Maschinen gelangt, die sie schon vor langer Zeit in der Erde vergraben hatten. Diese von den Aliens gesteuerte Killermaschinen graben sich nun überall auf der ganzen Welt aus dem Boden und beginnen ohne Vorwarnung überall mit der Zerstörung der Städte. Alles was Elektrizität verlangt wie Autos, Radio und Fernsehen wird lahm gelegt. Menschen die in Panik versuchen davon zu laufen, werden mit Strahlenkanonen pulverisiert und die Umgebung in Schutt und Asche gelegt. Ray gelingt es, mit seinen Kindern aus der Stadt zu flüchten und versucht nun verzweifelt seine Familie zu retten. Im Keller eines zerstörten Hauses bei dem Rettungswagenfahrer Ogilvy können sie sich vorübergehend verschanzen doch ... Der Krieg der Welten hat begonnen und das gesamte Gebiet wird im Verlauf der Nacht von den Kampfmaschinen erobert. Aus dem Keller beobachten die beiden Männer die grauenhafte Ausrottung der Menschheit und warten vor Angst wie gelähmt darauf, die Nächsten zu sein...

Kommentar

Was sich wie der geniale Stoff aus einem super Horrorfilm anhört, ist in Wirklichkeit die Geschichte eines Mannes, der mit langen Arbeitszeiten, wirtschaftlichen Problemen und der Trennung von seiner Frau zu kämpfen hat. Für die Rolle des verantwortungslosen und desinteressierten Vaters, der nach und nach zu einem Actionheld mutiert, wurde der US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent Tom Cruise (Interview mit einem Vampir, Last Samurai, Mission: Impossible 1-3 - die er auch selbst produzierte), mit der „Goldene Himbeere“ 2006 für den schlechtesten Hauptdarsteller nominiert. Schlicht an die Wand gespielt wird er von der kleinen US-amerikanischen Schauspielerin und Synchronsprecherin für Animationsfilme Dakota Fanning, mit deutsch/irischer Abstammung. Dank ihrer außergewöhnlichen mimischen und stimmlichen Ausdruckskraft ist Dakota einer der gefragtesten Kinderstars von Hollywood mit einem bisherigen Schauspieler-Verdienst von etwa 15 Millionen Dollar. Für die Rolle der nervenden, permanent hysterisch schreienden Tochter gewann die begabte und hervorragende Schauspielerin unter anderem den „BFCA-Award“ als Beste junge Schauspielerin im Jahr 2006. Ebenfalls nominiert wurde der Film selbst bei der Oscarverleihung 2006 in den Kategorien „Bester Tonschnitt“, „Beste Tonabmischung“ und „Beste visuelle Effekte“. Bei einem Budget von 132 Millionen Dollar spielte der Film insgesamt 591,7 Millionen Dollar ein und gehört mit 2,7 Mio. Kinozuschauern allein in Deutschland damit zu den erfolgreichsten Filmen von 2005. 30 Jahre nach 'Der weiße Hai' konnte Hollywoods erfolgreichster Regisseur aller Zeiten, Steven Spielberg, das Original-Script von Howard Koch erwerben. Schon 1953 wurde ein Film unter dem Titel „Kampf der Welten“ von Byron Haskin inszeniert. (Gene Barry und Ann Robinson, die Hauptdarsteller dieser Verfilmung, übernahmen hier nun die Rollen der Großeltern). Steven Spielbergs Version basiert ebenfalls auf dem gleichnamigen Roman von H.G. Wells. Der Film wurde in nur sieben Monaten fertig gestellt, alle aufwändigen Actionszenen wurden zuerst gefilmt, um die Computereffekte für diese Szenen rechtzeitig fertig stellen zu können. Das spektakulär inszenierte, düster-bewegend-beklemmende Action Spektakel ist die zweite Zusammenarbeit Spielbergs mit Tom Cruise nach 'Minority Report'. Die gigantischen und atemberaubenden Spezialeffekte bei den Zerstörungsszenen haben es echt in sich. Besonders die Flucht vor dem Tripod und die Massenpanik sind echt geil. Leider kann der Film die Qualität nicht ganz bis zum Ende halten und so spalten sich hier die Meinungen. Familienprobleme, die während der Alien-Invasion ausdiskutiert werden, ein megakitschiges, abruptes Ende und viele Logikfehler, worüber man einfach nicht zuviel nachdenken sollte, verhelfen dem Film zu einer Parodie in „Scary Movie 4“. Da ich persönlich Filme dieser Art sehr mag, fand ich ihn sehr sehenswert. Die zerstörte Boeing 747 im Film ist übrigens tatsächlich echt: Das Studio konnte das alte, ausgemusterte Flugzeug billig erwerben und danach so umbauen, dass es wie ein Wrack aussah.

Filmreview von: Berti / Alle Reviews von Berti

Trailer zum Film

Veröffentlichungen

Der Film ist bei Paramount Home Entertainment auf DVD und Blu-ray erschienen..

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Weitere Kommentare zum Film

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Wollo, 05.06.09
Nun ja, eben noch einmal in der Glotze gesehen, den Film, und im Prinzip kann ich Bertis Kritik in vollem Umfang zustimmen. Die Sensation des Films ist definitiv Dakota "Spooky Kid" Fanning, die das komplette Cast inklusive oder vielleicht sogar in besonderem Maße Tom Cruise an die Wand spielt, der hier zwar einige gute Szenen bietet, insgesamt aber bei weitem nicht abruft, zu was er durchaus in er Lage sein kann, siehe "Interview mit einem Vampir" oder auch seinen vieldiskutierten Stauffenberg Film, in denen er meiner Meinung nach entgegen seinem üblichen Spiel agierte. Hier aber spielte er nur - mal wieder - größtenteils sich selber, vulgo die Tom Cruise Entsprechung der Hauptfigur. Damit geht einher, dass man ihm das über sich Hinauswachsen nicht so recht abkaufen mag, was wiederum bedeutet, die eigentliche Prämisse des Films geht irgendwo flöten. Klar, was so passiert in diesem Film ist schon ganz schön beklemmend und wirkt über weite Strecken des Films auch durchaus gruselig, und die Zerstörungsorgien, die Spielberg mit Tricktechnik vom allerfeinsten zu bieten hat, sind ohne Ende apokalyptisch und zweifelsohne von hohem Schauwert, aber das letzte Quentchen zum Apokalyptoklassiker, das fehlt eben doch. Warum? Berti hat es vollkomen richtig geschildert, Logikfehler, ein megakitschiges Ende und viel zu viel US-Stolz. Letztlich hat man nicht den Eindruck, die Menschheit sei noch einmal davon gekommen, sondern lediglich die Amerikaner, die hier scheinbar ohnehin gemeint waren, wenn von der Menschheit die Rede war! Irgendwie gefiel mir viel besser, wie Spielberg füher seine Alienphantasien verarbeitet hat.
 
Staudenmaier007, 11.12.09
Sorry Mädels aber das ist einfach Blödsinn. Cruise als Anti-Held oder einfach ein egoistisches Arschloch das inmitten der unvorstellbaren Katastrophe versucht sich selbst und seine Kinder zu retten hat hier möglicherweise einen seiner besten Filme gedreht. Das er mehr kann hat er mit "Vanilla Sky " schon bewiesen............
 
Aeon, 16.12.10
Das sehe ich ähnlich, Cruise nimmt man den unreifen Vater, der als Ehemann versagt hat gut ab. Die grossartig spielenden Kinder denen das Trennungstrauma ihrer Eltern ins Gesicht geschrieben steht, können den wohl unvermeidbaren Familiendrama-Handlungsstrang in den Film gut einbinden. Allerdings zeigt Cruise dann später tatsächlich zu wenig Angst und ist zu cool, als sorgender Vater ist er aber gut, wie ich finde. Was den Film für mich aussergewöhnlich gut macht sind hier ausnahmsweise die Effekte, sowohl Bild als auch Ton. Als der erste Tripod sich aus dem Boden erhebt und mit einem tiefen Fanal das Ende der Menschheit ankündigt..Das ging mir durch Mark und Bein. Und auch später erzeugen die irren Geräusche und die violetten Strahlen so viel Spannung das es den Fim weit nach vorne katapultiert. Die surrealen Szenen mit dem roten, wuchernden Gewächs wären eines Unhappy-Ending würdig. Doch der Film hält sich an die Romanvorlage und ich finde das abrupte HappyEnd hat etwas erfrischendes, wie das erwachen aus einem Alptraum und ist wesentlich logischer als in so manch andern Storys. Der Verweiss auf Gott und die abschliessende Stiefsohn-Stiefvater Umarmung ist dann vieleicht doch zu viel des Guten.
 
Staudenmaier007, 03.02.11
Nun ich finde das Cruise die Angst und Panik schon recht gut rüber bringt. Auch die Szene in dem ihm klar wird das er entweder " Ogilvy" zum Schweigen bringen muss oder wegen dessen verrücktem Gebaren sein und das Leben seiner Tochter aufs Spiel setzt gehöhren für mich zu seinen darstellerischen Höhepunkten. Tim Robins alias Ogilvy ist diese Rolle wie auf den Leib geschrieben. (An dieser Stelle sei hier der Film "Die Verurteilten" wärmsten empfohlen - in dem er zusammen mit Morgan Freeman sein Meisterwerk abliefert). Ansonsten - wer sucht findet auch eine tiefere Botschaft. Die Läuterung des menschlichen Größenwahnes in seinem Umgang mit diesem Planeten. 5 von 5 erhobene Alienfinger
 
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